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Heidi Klum über Mutter Erna: Warum Mutter den Look bis heute prägt

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hat offen gesagt, dass sie bei ihrer Mutter auch mit 52 Jahren noch nicht einfach aus dem Familienurteil herauskommt. „Ich bleibe Tochter! Immer“, sagte das 52 Jahre alte Model über die 82-jährige Erna und machte damit klar, dass der Einfluss ihrer Mutter nicht an der Tür des Erwachsenseins endet. Am Morgen vor dem Gespräch schickte Klum ihr ein Foto. Die Antwort kam prompt: Die Haare seien zu dunkel.

Dass diese Details jetzt auftauchen, erklärt, warum das Thema Mutter bei Klum gerade so viel Aufmerksamkeit zieht. Nach 34 Jahren im Geschäft ist sie längst eine der bekanntesten Gesichter der Mode- und Beautybranche, doch bei Fragen nach Stil und Pflege verweist sie nicht auf ein Team, sondern auf Erna. Die neue Veröffentlichung des Interviews rückt damit eine sehr private Seite ihrer öffentlichen Figur in den Vordergrund: Wie viel von ihrem Look ist Ergebnis einer Karriere, und wie viel Ergebnis ihrer Mutter?

Die Antwort, die Klum selbst gibt, ist eindeutig. Ihre Mutter mag sie am liebsten blond und mit Pony. Den Pony schneidet Erna ihr sogar selbst. Dazu kommen Vorlieben, die Klum aus dem Elternhaus kennt: lange rote Nägel, Mascara und Lippenstift. Auch bei der Pflege erinnert sie sich an einen festen Satz der Mutter: „Das Dekolleté bloß nicht vergessen!“

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Erna habe ihr außerdem beigebracht, Gesicht, Hals und Dekolleté einzucremen. Früher habe die Mutter allerdings ganz anders mit Sonne umgegangen: Sonnencreme sei kein Thema gewesen, stattdessen habe sie Nussöl aufgetragen, bevor sie nach draußen ging. Klum sagt auch, dass sie das Parfüm Opium und das Haarspray Elnett bis heute mit Erna verbindet. Solche Erinnerungen zeigen, wie direkt der Stil einer Mutter auf die Tochter übergreifen kann, selbst wenn diese längst ein Weltstar ist.

Gleichzeitig steckt in Klums Schilderung mehr als Nostalgie. Die Nähe hat eine scharfe Kante. Wer ein Foto schickt und zurückbekommt, das Haar sei zu dunkel, bekommt keine höfliche Rückmeldung, sondern ein Urteil. Klum erzählt das ohne Bitterkeit, aber genau darin liegt die Reibung: Sie betont ihre Rolle als Tochter und lässt sich trotzdem weiterhin von Erna beurteilen, vom Farbton der Haare bis zur Frage, ob der Pony sitzt. In der Summe wirkt das weniger wie beiläufige Familienkritik als wie ein fortgesetztes Mitreden über ihr Auftreten.

Dass Erna dabei keine Unbekannte in Sachen Frisuren ist, passt ins Bild. Klum sagte, ihre Mutter sei gelernte Friseurin, und als Kind habe sie freitags im Elternhaus ältere Frauen erlebt, die sich dort die Haare waschen, locken und einsprühen ließen. Das erklärt, warum die Mutter bis heute so präzise über Haarfarbe und Schnitt spricht. Offengeblieben ist nur, wie weit dieser Einfluss im Alltag tatsächlich reicht. Das Interview nennt Beispiele, aber keine Grenze. Genau deshalb bleibt Erna für Klum nicht nur Mutter, sondern auch die letzte Instanz für den Look, den die Öffentlichkeit längst für rein ihren hält.

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