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Bauchspeicheldrüsenkrebs: Daraxonrasib verdoppelt Überlebenszeit in Studie

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Ein experimentelles Medikament hat bei Bauchspeicheldrüsenkrebs die mittlere Überlebenszeit in einer wichtigen Untergruppe verdoppelt. Daraxonrasib verlängerte sie in einer Phase-III-Studie von 6,6 auf 13,2 Monate, nachdem die Betroffenen zuvor schon andere Therapien erhalten hatten.

Die neuesten Daten wurden am Sonntag bei der in Chicago vorgestellt. Das Mittel wird als Tablette eingenommen und wurde in der Studie 500 Erkrankten entweder als Daraxonrasib oder als Chemotherapie gegeben. Besonders im Blick steht die Gruppe mit der sogenannten RAS-G12-Mutation, die 91,8 Prozent der Teilnehmenden ausmachte.

In dieser Untergruppe lebten die mit Daraxonrasib Behandelten im Median 13,2 Monate, verglichen mit 6,6 Monaten unter Chemotherapie. Auch beim Fortschreiten der Krankheit schnitt der Wirkstoff besser ab: Die mediane progressionsfreie Zeit lag bei 7,3 Monaten, unter Chemotherapie bei 3,5 Monaten. Daraxonrasib wurde von der US-Firma entwickelt.

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Der Befund ist bemerkenswert, weil RAS-Mutationen bei Bauchspeicheldrüsenkarzinomen in rund 90 Prozent der Fälle vorkommen und der Tumor seit Jahrzehnten zu den gefürchtetsten Krebsdiagnosen zählt. Gleichzeitig stammt der neue Effekt aus einer sehr spezifischen Gruppe: aus bereits vorbehandelten Patientinnen und Patienten mit fortgeschrittener Erkrankung. Viele hatten schon mehrere Therapielinien hinter sich, als sie in die Studie aufgenommen wurden.

Genau dort liegt auch die wichtigste offene Frage. Die Daten zeigen einen klaren Vorteil für diese Untergruppe, aber sie sagen noch nicht, ob der Effekt für alle Menschen mit Bauchspeicheldrüsenkrebs gilt oder wie schnell das Mittel breiter verfügbar werden könnte. Für Betroffene wäre das ein Unterschied, für die Krankheit selbst aber erst der Anfang einer längeren Prüfung.

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