Anastasia Potapova hat bei den French Open in Paris das Viertelfinale verpasst. Die 1:6, 6:2, 6:7-Niederlage gegen Anna Kalinskaya dauerte am 1. Juni 2026 2:49 Stunden und beendete den Lauf der Österreicherin im Achtelfinale.
Für Potapova ging es um mehr als nur den Einzug in die Runde der letzten acht. Sie hätte als erste Österreicherin seit Tamira Paszek im Jahr 2012 ein Grand-Slam-Viertelfinale erreichen können. Genau deshalb stand das Match am Sonntag im Fokus, auch für Leser, die Servustv nach dem jüngsten Erfolg über Coco Gauff suchten. Damals hatte Potapova mit ihrem Sieg gegen die US-Amerikanerin ein Ausrufezeichen gesetzt und sich als letzte verbliebene Österreicherin im Einzel ins Gespräch gebracht.
Gegen Kalinskaya schien dieses nächste Kapitel zwischenzeitlich greifbar. Potapova kam im entscheidenden Satz nach einem 1:4-Rückstand zurück, drehte die Partie phasenweise und servierte sogar zweimal zum Matchgewinn. Doch Kalinskaya hielt stand, zwang die Begegnung in den Match-Tiebreak bis zehn Punkte und nutzte ihren zweiten Matchball zum dritten Sieg im dritten Duell mit Potapova. Das war der Punkt, an dem aus einem möglichen historischen Abend ein bitteres Aus wurde.
Kalinskaya selbst sprach nach der Partie von einem unglaublichen Fight bis zur letzten Sekunde und sagte, sie sei schockiert, dass das Match vorbei sei. Für Potapova bleibt damit die einfache, harte Bilanz: Sie war nah dran, sie war zurück im Satz, sie hatte ihre Chancen — und sie ging trotzdem ohne Viertelfinale vom Court Lenglen. Was das für ihre weitere Entwicklung auf Grand-Slam-Ebene und für ihre Platzierung bedeutet, ist offen, aber der Sprung in Paris ist ihr erst einmal entglitten.

