Robert Kratky hat seine Lage erneut sehr offen beschrieben: In zwei von vier Wochen sei seine Depression so schwer, dass er fast nichts tun könne. Der frühere Ö3-Wecker-Moderator sagt auch, dass selbst aufrechtes Sitzen für ihn wegen akuter Rückenschmerzen eine Tortur sei.
Gerade jetzt bekommt das Gewicht, weil Kratky erst vor Kurzem ein anderes Bild nach außen gezeigt hatte. Er hatte sich online sonnig und unbeschwert präsentiert, doch nun sagt er: „Meine Realität sieht tatsächlich etwas anders aus“. Für viele, die nach Ö3 oder nach Kratky suchen, ist das der Grund für die Aufmerksamkeit heute: Es geht um eine aktuelle, sehr direkte Beschreibung seines Zustands und nicht um Rückblick oder Routine.
Kratky hatte im August des Vorjahres überraschend aufgehört, um seine körperliche und psychische Gesundheit zu schützen. Seitdem arbeitet er nach eigenen Angaben mit professioneller Unterstützung an seiner Depression. Seine Selbstbeschreibung bleibt dabei ungewöhnlich nüchtern. „Aber wir arbeiten dran“, sagt er, und ergänzt, dass es auch oft sehr gute Tage gebe, „dazwischen“.
Das Bild wird zusätzlich durch weitere Beschwerden verdichtet. Kratky hat auch eine Fußverletzung, sein Gang gleiche dem „Glöckner von Notre Dame“, und Motorradfahren oder Fallschirmspringen seien wegen seines aktuellen Zustands noch weit weg. Dazu kommt der eingeklemmte Nerv im Rücken, der ihn so stark belastet, dass er sich kaum aufrecht halten kann. Auch ein beschädigter Zahn nach einem verbrannten Mandelkorn gehört zu der Liste der Dinge, die gerade nicht passen.
Der Widerspruch zwischen dem hellen Online-Auftritt und seiner tatsächlichen Verfassung macht die Aussage so bemerkenswert. Was nach außen kurz leicht wirkte, beschreibt Kratky im Inneren als schwankend und in Teilen lähmend. Gerade darin liegt die Schärfe seiner Worte: nicht in einer Ankündigung, sondern in der Korrektur eines falschen Eindrucks.
Offen bleibt, wie lange diese Phase dauert und wann sich seine Lage spürbar bessert. Klar ist nur, dass Kratky seine Krankheit nicht als abgeschlossene Episode schildert, sondern als laufende Arbeit an einem Alltag, der derzeit von guten und sehr schweren Wochen zugleich geprägt ist.
