Lesen: Felix Gall holt Giro-Podium und schreibt österreichische Radsportgeschichte

Felix Gall holt Giro-Podium und schreibt österreichische Radsportgeschichte

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hat am Sonntag beim 109. Giro d’Italia mit Platz zwei das beste Grand-Tour-Ergebnis eines österreichischen Fahrers überhaupt geschafft. gewann die Rundfahrt, Gall kam in der Gesamtwertung 5:22 Minuten dahinter ins Ziel.

Genau deshalb wird sein Name jetzt so viel gesucht: Der Giro ist gerade erst zu Ende gegangen, und das Ergebnis setzt sofort einen neuen Maßstab für den österreichischen Radsport. Für Gall ist es nicht nur ein Podestplatz, sondern der erste Grand-Tour-Podiumsplatz eines Österreichers seit Adolf Christian 1957 bei der .

Im Ziel in Rom war der Rahmen eher feierlich als offen. Die letzte Etappe über 131 Kilometer wurde mit Blick auf die Gesamtwertung traditionell nicht mehr angegriffen, und gewann den Tag in der italienischen Hauptstadt. Gall hatte da seine Arbeit längst erledigt. Er war im Rennen fünfmal Zweiter auf einer Etappe und hielt sich über drei Wochen in der Spitzengruppe der Gesamtwertung, bis am Ende nur Vingegaard und der dritte vor ihm lagen.

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Der entscheidende Punkt ist aber nicht nur das Podium, sondern der Weg dorthin. Gall hatte vor dem Rennen gesagt, der nächste Schritt in seiner Karriere sei ein Grand-Tour-Podium. Nach Tour und im Vorjahr, wo er Fünfter beziehungsweise Achter wurde, ist genau dieser Schritt nun gelungen. Trotzdem zeigt der Rückstand zur Spitze, wie groß die Distanz zum Sieger noch ist. Hindley wurde Dritter und lag mehr als eine Minute hinter Gall, doch der Österreicher selbst verlor auf Vingegaard eben mehr als fünf Minuten.

Gall machte aus dem Ergebnis kein Zufallsprodukt. Er sagte, das Team habe in den drei Wochen keinen Pech, keinen Sturz und keine Krankheit gehabt und alle hätten sich weiterentwickelt; außerdem hob er hervor, dass man im November gemeinsam mit dem Giro als großem Saisonziel geplant habe und es kaum für möglich gehalten habe, dass es so gut läuft. Besonders wichtig war dabei auch , der Gall als Teamkollege und Freund unterstützte und das Bild eines Rennens abrundete, das für den Österreicher fast durchgehend auf Kontrolle und Stabilität beruhte.

Für den österreichischen Radsport ist das Ergebnis mehr als ein schöner Sonntag in Rom. Es ist ein historischer Beweis, dass ein Fahrer aus dem Land in den großen Rundfahrten ganz vorne mitfahren kann. Die offene Frage ist nun, ob Gall diesen Sprung auch in den nächsten Grand Tours bestätigen kann.

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