Lesen: Abelardo De La Espriella führt Kolumbiens Rennen in die Stichwahl

Abelardo De La Espriella führt Kolumbiens Rennen in die Stichwahl

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hat in die Stichwahl geführt. Nach Auszählung von 98 Prozent der Stimmen lag er am Sonntag bei 44 Prozent und damit vor , der auf 41 Prozent kam; beide treffen sich nun am 21. Juni erneut vor den Wählern.

Dass ausgerechnet de la Espriella nun vorne liegt, macht den Tag zur aktuellen politischen Zäsur in Bogotá und weit darüber hinaus. Millionen Kolumbianer hatten am Sonntag über die Richtung des Landes abgestimmt, und schon am Abend stand fest, dass sich die Entscheidung auf zwei Männer verengt hat. Für Leser, die nach seinem Namen suchen, geht es genau um diesen Bruch: Er ist nicht mehr nur Kandidat, sondern der Mann, den das Land in die zweite Runde geschickt hat.

Der Vorsprung ist knapp, aber real. Eine Woche zuvor hatte eine -Umfrage mit 4.531 Interviews Iván Cepeda bei 38,7 Prozent und de la Espriella bei 37,3 Prozent gesehen. Am Ende der Auszählung drehte sich das Bild. lag mit 7 Prozent auf Platz drei, weit dahinter. De la Espriella kam damit aus einer Position, die ihm vor Tagen noch nicht gehörte, in das entscheidende Duell um die Präsidentschaft.

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Der Wahlkampf war von Beginn an von Sicherheitsfragen geprägt, und genau dort setzt de la Espriella an. Menschenrechtsorganisationen dokumentierten in diesem Jahr mehr als 50 Massaker in Kolumbien, in dieser Woche starben bei Gefechten rivalisierender Guerillafraktionen rund 50 Menschen. In einer Kampagne, die von der Ermordung eines Präsidentschaftskandidaten, Bombenanschlägen, Entführungen und der Tötung dutzender lokaler Politiker überschattet war, hat der Anwalt seine Rhetorik und Optik an Donald Trump und Nayib Bukele angelehnt. Er fordert Luftangriffe auf Drogenhändlerlager, ein Ende aller Verhandlungen mit Drogenhändlern und den Bau von 10 privaten Hochsicherheitsmegaprisons, die nach seinem Vorbild von El Salvadors CECOT „in the middle of nowhere“ stehen und bei denen Gefangene „work for their meals“ müssten.

Dass Cepeda als Kandidat des regierenden nun gegen ihn antritt, schärft die politische Wahl noch einmal. Sicherheit ist für viele Wähler die zweithöchste Sorge nach dem Gesundheitswesen, und der Sieger am 21. Juni wird entscheiden, ob Kolumbien bei Härte gegen bewaffnete Gruppen, Drogenhandel und illegale Luft- und Seerouten noch weiter nach rechts rückt oder den Kurs von Präsident fortschreibt. Offen bleibt nur, ob de la Espriella seinen ersten Platz in der Stichwahl halten kann. Am 21. Juni wird sich zeigen, ob der Vorsprung aus der ersten Runde mehr war als ein Moment des Zählens.

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