Lesen: Cepeda schließt Wahlkampf in Bogotá mit Angriff auf Uribe

Cepeda schließt Wahlkampf in Bogotá mit Angriff auf Uribe

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hat am Freitag in Bogotá sein Ziel klar benannt: Er will Kolumbiens Wahl am 31. Mai schon in der ersten Runde gewinnen. Vor Unterstützern bei seinem letzten öffentlichen Auftritt in der Hauptstadt stellte sich der Kandidat des offiziellen als Bewerber für eine Regierung vor, die Chancen und Wohlstand für das ganze Land schaffen soll.

„Nuestro programa es para construir oportunidades y prosperidad para toda la nación, busca eliminar la pobreza, superar la desigualdad social, acabar con el hambre y el desempleo“, sagte Cepeda. Er verwies darauf, dass er 117 öffentliche Veranstaltungen im ganzen Land abgehalten habe, bei denen sich nach seinen Angaben mehr als 650.000 Menschen auf Plätzen und Avenidas in Städten und Gemeinden versammelten. Sein Wahlkampfabschluss war für Sonntag in Barranquilla angesetzt.

Der Auftritt in Bogotá war mehr als nur ein Abschlussfoto. Cepeda führte den Wahlkampf mit Blick auf die Umfragen an und lag vor Abelardo de la Espriella und . Zugleich suchte er, die Kampagne als breites Bündnis zu zeigen. Er sprach von der , die nach seinen Worten Progressive, Liberale und Reformer aus dem ganzen politischen Spektrum vereint.

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Genau an diesem Punkt wurde die Rede politisch scharf. Cepeda griff den früheren Präsidenten an und nannte ihn „la justificación de los peores crímenes que se han perpetrado en las últimas décadas en Colombia“. Die Attacke folgte auf eine Rede am 19. Mai in Popayán, als er sagte, Paloma Valencia und ihre Familie müssten gemeinsam mit Uribe die indigenen Völker, afro-kolumbianischen Gemeinschaften und die bäuerliche Bevölkerung um Verzeihung bitten.

Am Freitag bekam Cepedas Kandidatur in Bogotá auch sichtbare Rückendeckung von außerhalb seines engsten Lagers. Unter den Teilnehmern waren Opfer des bewaffneten Konflikts, darunter Vertreter von und Movice, ebenso wie der frühere Präsident . Auch trat auf und sagte, sie sei nominiert worden, um indigene, ethnische, schwarze und bäuerliche Menschen, junge Menschen, Frauen, die LGBTIQ+-Gemeinschaft, Menschen mit Behinderungen und ältere Menschen zu vertreten.

Samper machte dabei aus seiner politischen Nähe keinen Hehl. „Vengo en mi condición de expresidente liberal a pedirle a todos los liberales“, sagte er und warb damit offen um Unterstützung aus dem liberalen Lager. Die Szene zeigte, worauf Cepeda setzt: auf ein Bündnis, das über die Grenzen seiner eigenen Bewegung hinausreichen soll, während der Wahlkampf in die Schlusskurve geht.

Für Cepeda ist der Sonntag in Barranquilla nun der letzte große Test vor dem Wahltag. Ob seine Mischung aus sozialem Programm, breiter Allianz und scharfer Abrechnung mit Uribe reicht, entscheidet sich am 31. Mai.

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