Ermin Mahmić hat an diesem 29. Mai sein erstes Spiel für Bosnien-Herzegowina gemacht, und noch während des torlosen Tests gegen Nordmazedonien wurde über seinen nächsten Karriereschritt gesprochen: Der 21-Jährige soll kurz vor einem Wechsel nach Salzburg stehen. Mahmić kam beim 0:0 nur eine Halbzeit zum Einsatz, doch der Abend brachte für ihn gleich zwei Verschiebungen mit sich — international und auf Klubebene.
Genau deshalb wird sein Name jetzt gesucht. Mahmić, geboren in Wels, taucht plötzlich in einem anderen Trikot auf, nachdem er im März noch für die ÖFB-U21 gespielt hatte. Im Mai stand er erstmals im Kader von Bosnien-Herzegowina, und sein Debüt fiel in dieselbe Phase, in der auch ein möglicher Transfer in die Bundesliga-Familie von Salzburg Fahrt aufnahm. Neben Salzburg fielen auch RB Leipzig und Slavia Prag als mögliche Ziele.
Den Hinweis auf Salzburg gab während der Partie Ivan Sesar. Er sagte sinngemäß, er habe während des Spiels erfahren, dass Mahmić kurz vor einem Wechsel nach Salzburg stehe. Bestätigt ist der Transfer allerdings noch nicht, und genau das macht die Sache für den Moment offen: Der Wechsel wird intern oder im Umfeld bereits gehandelt, aber auf dem Papier ist noch nichts abgeschlossen.
Für Bosnien-Herzegowina ist der Debütant trotzdem schon mehr als eine Randnotiz. Mahmić wird im Sommer mit dem Team an der Weltmeisterschaft in Amerika teilnehmen. Dass er nun erstmals eingesetzt wurde, zeigt, dass er in der Mannschaft angekommen ist, und zwar in einer Phase, in der sich seine nationale und seine berufliche Zukunft gleichzeitig bewegen.
Der Wechsel des Verbandes ist dabei der Teil, der die Geschichte schärfer macht. Mahmić hatte im März noch für die ÖFB-U21 gespielt, lief später aber für Bosnien-Herzegowina auf und sagte selbst: „Wusste immer, für welches Land ich spielen will!“ Für ihn war die Entscheidung also offenbar nie ein offener Prozess. Für Außenstehende wirkt sie trotzdem bemerkenswert, weil sie in kurzer Zeit von einem österreichischen U21-Auftritt zu einem bosnischen A-Länderspiel führte.
Auch seine Klubform erklärt, warum ein möglicher Salzburg-Deal überhaupt im Raum steht. Seit 2025 spielt Mahmić für Slovan Liberec in der tschechischen ersten Liga und kam in der abgelaufenen Saison auf acht Tore und fünf Vorlagen in 31 Pflichtspielen. Ausgebildet wurde er bei ESV Wels, Pasching, LASK und Rapid; 2023 verließ er Rapid Richtung Lafnitz und verbrachte dort zwei Jahre in der ADMIRAL 2. Liga. Das ist der Weg eines Spielers, der sich Schritt für Schritt nach oben gearbeitet hat, nicht der eines Zufallsfunds.
Ob Salzburg am Ende tatsächlich zuschlägt, bleibt der offene Punkt. Sicher ist bisher nur, dass Mahmić mit seinem ersten Spiel für Bosnien-Herzegowina, seiner klaren Entscheidung für dieses Land und einer starken Saison in Liberec genau in dem Moment in den Fokus gerückt ist, in dem sein nächster Vereinswechsel erstmals greifbar wirkt.

