Johann Lafer hat seine Krebserkrankung öffentlich gemacht und gesagt: „Ich habe Lymphknotenkrebs.“ Der 68-Jährige berichtete, dass er seit Beginn des Jahres in intensiver Chemotherapie behandelt wird und dass ihn die Krankheit bereits 25 Kilo gekostet hat.
Die Nachricht kommt zu einem Zeitpunkt, an dem viele Zuschauer bereits über sein verändertes Aussehen spekuliert hatten. Lafer sagte, er habe die Diagnose bei einer Routineuntersuchung während des Fastens erhalten. Für ihn sei das ein Schock gewesen, der ihn „wie ein Blitz aus heiterem Himmel“ getroffen habe.
Der Krebs habe sich in Leiste, Hals und Bauch gezeigt. Jede Chemotherapie dauere fast 24 Stunden, sagte Lafer, überall hingen Flaschen. „Das haut dich komplett weg“, beschrieb er die Behandlung. Auch sein Geschmackssinn sei vorübergehend völlig verschwunden gewesen.
Zwischendurch sei sein Zustand zunächst stabil gewesen, später habe er aber eine deutliche Verschlechterung erlebt. Plötzlich sei alles geschwollen gewesen, dazu nachts Schweißausbrüche und kaum Schlaf. In diesem Moment habe er gemerkt, dass etwas komplett in die falsche Richtung laufe. Zugleich sieht er Anzeichen, dass die Therapie wirkt: Die Lymphknoten würden kleiner, sagte Lafer, und das gebe ihm Kraft.
Der Koch macht keinen Hehl daraus, wie er mit der Krankheit umgehen will. Sterben sei für ihn keine Option, sagte er. Er wolle und müsse arbeiten, weil er noch so viel vorhabe und so viele Ideen habe. Seine Frau Silvia sei ihm in dieser schweren Lage eine große Stütze; gemeinsam haben sie einen Sohn und eine Tochter.
Offen bleibt, wie lange die Chemotherapie noch dauern wird und wie die langfristige Prognose ausfällt. Im Moment steht für Lafer vor allem fest, dass er weitermacht - mit einer Behandlung, die nach seinen Worten anschlägt, und mit dem Willen, sein Leben und seine Arbeit nicht aus der Hand zu geben.

