Die Gemeinde hat neue Tribünen für das Estadio Ángel Navarrete Candia im Wert von 260 Millionen Peso vergeben. Mit dem Projekt beginnt der bislang deutlichste Umbau an dem Stadion, das seit fast 15 Jahren kein Spiel der Primera División mehr ausgerichtet hat.
Warum die Entscheidung jetzt Beachtung findet, liegt auf der Hand: Deportes Limache spielt als Dritter im Campeonato Nacional unter Víctor Rivero eine starke Saison, muss seine Heimspiele aber weiter im Estadio Lucio Fariña in Quillota austragen, mehr als 20 Kilometer von der eigenen Stadt entfernt. Für Verein und Fans könnte sich damit erstmals seit Jahren wieder die Aussicht öffnen, im eigenen Stadion auf höchstem Niveau aufzutreten.
Nach der Vertragsunterzeichnung sollen die Arbeiten 133 Tage dauern. Die neuen Stahltribünen würden die Kapazität des Stadions um rund 700 Plätze erhöhen und sind Teil eines Vorhabens, das aus dem Fondo Nacional de Desarrollo Regional finanziert wird. Danilo Sandoval Sarabia nannte das Projekt den ersten Kapazitätsausbau des Stadions und sagte, dass er zusammen mit weiteren Arbeiten die nötigen Bedingungen schaffen werde.
Das reichte bislang allerdings nicht aus, um das Stadion für die Primera División freizugeben. Die Anlage erfüllt die Infrastrukturstandards der ANFP noch nicht, und die hölzernen Einrichtungen genügen den geltenden Sicherheitsprotokollen nicht. Selbst wenn die Bauarbeiten vor dem Ende der laufenden Saison fertig werden, muss die ANFP das Gelände noch inspizieren und zertifizieren, bevor dort offizielle Spiele erlaubt sind.
Genau dort liegt die offene Stelle im Plan. Zwar könnte der Umbau den Weg zurück in die Heimatstadt vorbereiten, doch eine zweite Etappe der Arbeiten ist noch nicht genau definiert. Am realistischsten bleibt deshalb 2027, falls Limache die Klasse hält, die Freigabe kommt und der Umbau vollständig abgeschlossen wird. Erst dann könnte das Estadio Ángel Navarrete Candia wieder das werden, was es für den Klub lange nicht mehr war: eine echte Bühne für den Campeonato Chileno in der eigenen Stadt.

