Ein neues Video aus dem Nachspiel zwischen Universidad Católica und Colo Colo zeigt eine Szene, die den Streit im Estadio Claro Arena noch einmal verschärft: Clemente Montes geht Javier Díaz Ferrada nach, nachdem während der Auseinandersetzung Wasser geworfen wurde. Der Abpfiff hatte die Szene nicht beendet, sondern nur den nächsten Schritt einer Eskalation markiert.
Darum wird der Fall heute wieder genau angesehen. Colo Colo hatte das Spiel gewonnen, Javier Correa traf zweimal, und die Bilder aus dem neuen Winkel könnten die möglichen Sanktionen für Spieler und Staff beeinflussen. Für Universidad Católica und Colo Colo geht es damit nicht mehr nur um die 3 Punkte, sondern um das, was nach dem Schlusspfiff an Kameras hängen blieb.
Die Sendung TST zeigte eine neue Perspektive auf die Vorfälle, die bereits in José Caberos Bericht auftauchten. Zu sehen ist, dass die Spannung mit Correas Jubel nach dem Abpfiff begann. Vicente Bernedo ging sofort auf ihn zu, nachdem er sich schon nach Colo Colos erstem Treffer heftig gegen Leandro Hernández gewehrt hatte. Fernando Zampedri zog Bernedo weg, um weiteren Ärger zu verhindern, während Correa den Satz fallen ließ, er habe in seiner eigenen Kanzel gefeiert und man solle es eben aushalten.
In dieser neuen Sequenz erscheint nun Javier Díaz Ferrada mit einem weiteren Auslöser: Er warf Wasser, und Montes ging direkt auf ihn zu. Der Angreifer konfrontierte den Staff-Mann mit einer deutlichen Ansage und fragte, warum er Wasser werfe und ob ihn das mutiger mache. Genau dieser Moment macht die Aufnahme brisanter als den bereits bekannten Tumult, weil er zeigt, dass der Konflikt nach dem Spiel nicht abebbte, sondern noch weiterlief.
Arturo Vidal führte die Gruppe anschließend in Richtung Kabine. Colo-Colo-Spieler verließen das Feld mit erhobenem Zeige- und Mittelfinger als Verweis auf die beiden Tore des Tages. Für die Disziplinarinstanzen bleibt damit ein unangenehmes Bild zurück: Der Vorfall war schon gemeldet, doch das neue Material legt eine zusätzliche Szene offen, die die Lage für alle Beteiligten verschärfen kann. Welche Strafen am Ende folgen, ist noch nicht entschieden.

