Paris Saint-Germain hat die Champions League verteidigt und Arsenal im Finale nach 120 Minuten und einem 1:1 mit 4:3 im Elfmeterschießen bezwungen. Damit holte sich PSG den zweiten europäischen Titel in Serie und setzte sich in einem Endspiel durch, das bis zuletzt offen blieb.
Heute suchen viele nach der Champions League Sieger Liste, weil PSG mit diesem Sieg in einen äußerst kleinen Kreis rückt. Kai Havertz hatte Arsenal früh in Führung gebracht, ehe Ousmane Dembele in der zweiten Hälfte per Strafstoß ausglich. Am Ende entschieden die Nerven vom Punkt, und Gabriel Magalhaes wurde zu einer der tragischen Figuren des Abends, als er seinen Versuch hoch über das Tor jagte. Eberechi Eze verschoss ebenfalls im Elfmeterschießen.
Genau deshalb wirkt dieser Titel größer als ein normaler Finalerfolg. In der Champions-League-Ära hat nur eine Mannschaft jemals Back-to-back-Trophäen gewonnen, während die meisten anderen Serien aus der Zeit des Europapokals stammen. Real Madrid schaffte von 2016 bis 2018 einen dreifachen Titelgewinn, doch die historische Linie reicht viel weiter zurück: Real Madrid holte von 1956 bis 1960 fünf Titel in Serie, Inter Mailand folgte 1964 und 1965, Ajax zwischen 1971 und 1973, Bayern München von 1974 bis 1976, Nottingham Forest 1979 und 1980 sowie AC Milan 1989 und 1990.
Der Widerspruch in dieser Nacht liegt genau dort. PSG hat seinen zweiten europäischen Titel nacheinander gewonnen, doch der Maßstab für Wiederholungen bleibt in dieser Wettbewerbsgeschichte extrem hoch. Selbst Manchester Citys Double aus der Saison 2022/23 zeigt nur, wie schwer es ist, nationale und europäische Lasten zugleich zu tragen; erst recht, einen Titel direkt zu verteidigen. PSG steht nun in einer kurzen, exklusiven Reihe, aber die Frage, wie weit diese Mannschaft die Serie noch ausbauen kann, bleibt vorerst offen.

