Matvej Safonov reist mit einer Zahl in die heiße Phase von Paris Saint-Germain, die hängen bleibt: Der russische Torwart hat in seiner Karriere 10 von 41 Elfmetern gehalten. Das ist eine Quote von 24,9 Prozent und der Grund, warum sein Name vor dem Champions-League-Spiel gegen Arsenal plötzlich weit oben auf der PSG-Liste steht.
Für PSG ist das jetzt wichtig, weil der Klub in der Champions League auf Arsenal trifft und Safonov zuletzt der Keeper war, auf den Luis Enrique offenbar gesetzt hat. Das wirkt umso bemerkenswerter, weil Chevalier nach dem Abgang von Donnarumma als verheißungsvoller Ersatz verpflichtet worden war, Enrique aber in der Schlussphase der Saison bisher eher Safonov den Vorzug gegeben hat. Genau darin liegt der Kern der Frage vor diesem Spiel: Wer steht im Pariser Tor, wenn es ernst wird?
Safonovs Statistik gibt Enrique dafür reichlich Stoff. Im Finale der Copa Intercontinental gegen Flamengo hielt er vier Elfmeter. Für PSG selbst ist seine Bilanz kleiner, aber klar genug: Von fünf Strafstößen, mit denen er im Trikot von Paris konfrontiert wurde, parierte er einen. In Europa kam sein einziger Elfmeterstopp für PSG im Hinspiel des Halbfinals gegen Bayern, als Harry Kane den Versuch schoss und Safonov ihn hielt.
Das ist nicht die Bilanz eines Torwarts, der nur auf Reflexe hofft. Sie zeigt vielmehr, dass Safonov in Druckmomenten schon mehr als einmal den Unterschied gemacht hat. PSG hofft in dieser Saison auf den zweiten Champions-League-Titel in Folge, und nur Real Madrid hat dieses Kunststück bisher geschafft. Vor diesem Hintergrund bekommt jede Entscheidung im Tor zusätzliches Gewicht.
Bleibt die offene Frage, die in Paris gerade alles andere überlagert: Ob Safonov gegen Arsenal tatsächlich beginnt, ist nicht bestätigt. Sicher ist nur, dass er sich mit 41 geprüften Elfmetern und 10 gehaltenen Versuchen genau in jene Position gespielt hat, in der ihn PSG für die letzten, entscheidenden Spiele der Saison offenbar am dringendsten braucht.

