Félix Auger-Aliassime hat sich am Donnerstag bei Roland-Garros in die dritte Runde gespielt. Der an Nummer 4 gesetzte Kanadier besiegte Roman Andres Burruchaga auf dem Court Simonne-Mathieu nach 3 Stunden und 4 Minuten mit 4-6, 6-0, 7-5 und 6-1.
Für Auger-Aliassime war dieser Sieg mehr als nur ein weiterer Name in der Tabelle. Er hielt seine Woche in Paris am Laufen und verschaffte sich nach einem Satzverlust zum Auftakt wieder Kontrolle über ein Match, das sich zunächst nicht in seine Richtung bewegt hatte. Burruchaga, die Nummer 68 der Welt, brachte ihn im ersten Durchgang mit 6-4 aus dem Tritt, doch danach gab der Kanadier nur noch sieben Spiele ab und beendete die Partie mit seinem ersten Matchball.
Genau deshalb suchen viele an diesem Donnerstag nach Auger-Aliassime: Das Turnier ist in einer Phase, in der jeder Sieg die Setzliste und den weiteren Weg sofort beeinflusst. Während Jannik Sinner, die Nummer 1 der Welt, bereits in der zweiten Runde ausschied, blieb der vierte Favorit im Feld. Das verändert die Perspektive im oberen Tableau und macht jeden sauberen Auftritt eines gesetzten Spielers in Paris gewichtiger als sonst.
Auger-Aliassime musste sich dafür erst aus dem schwierigen Beginn herausarbeiten. Danach dominierte er den zweiten Satz ohne Spielverlust, gewann auch den dritten in einer engen Schlussphase und machte im vierten Satz kurz und klar zu. Er sagte hinterher, argentinische Spieler seien immer schwer zu schlagen, und fügte hinzu, er könne mit der Entwicklung seines Spiels zufrieden sein: Der erste Sieg habe ihm geholfen, heute besser zu spielen, sein Niveau verbessere sich.
Dass er nach dem verlorenen Auftakt wieder so deutlich aufkam, passt zu seinem bisherigen Verlauf in Paris. Der Kanadier erreichte bei den Internationaux de France 2022 und 2024 jeweils die vierte Runde, ist dort aber noch nie ins Viertelfinale eingezogen. Der Erfolg gegen Burruchaga hält ihn erneut auf Kurs, diese Marke wieder anzugreifen.
Offen bleibt nun nur noch der nächste Schritt. In der dritten Runde trifft Auger-Aliassime auf den Sieger der Partie zwischen Brandon Nakashima und Luca Van Assche. Für ihn ist die Aufgabe klar: den Schwung aus dem zweiten, dritten und vierten Satz mitnehmen und diesmal keinen langsamen Start brauchen.

