Hans Sigl hat Erwachsenen im aktuellen Gespräch mit Promiflash eine klare Aufgabe mitgegeben: Sie sollen sich von Kindern Fantasie, Freiheit des Geistes und Spontaneität abschauen. Der 56-Jährige nannte das Lernen von Kindern „eine große Aufgabe für die Erwachsenen“.
Warum das jetzt Aufmerksamkeit bekommt, liegt an der Einfachheit seiner Beobachtung. Sigl spricht nicht über große gesellschaftliche Konzepte, sondern über eine Haltung, die jeder im Alltag kennt: weniger nachdenken, weniger bewerten, Dinge eher geschehen lassen. Genau das macht seine Worte leicht verständlich und schwer zu ignorieren.
„Erwachsene müssen von Kindern wiederum die Fantasie, die Freiheit des Geistes, das Sich-laufen-lassen, das Spontane lernen, Nicht-darüber-nachdenken, Nicht-bewerten lernen“, sagte Sigl. Für ihn zeigt sich dieser Umgang schon im kleinsten sozialen Moment. Kinder kümmerten sich nicht darum, wer woher kommt oder wer wie redet, sagte er, sie seien einfach da und spielten miteinander.
Darin steckt auch der Reibungspunkt seiner Aussage. Sigl fordert Offenheit und einen nicht urteilenden Blick, beschreibt aber zugleich, dass Menschen genau diese Eigenschaften mit dem Erwachsenwerden oft verlieren. Seine Botschaft richtet sich damit nicht an Kinder, sondern an die Großen, die sich ihrer eigenen Härte und Vorsicht wieder bewusster werden sollen.
Sigl, der am 7. Juli 1969 geboren wurde und seit 2008 in der ZDF-Serie „Der Bergdoktor“ den Martin Gruber spielt, ist einem breiten Publikum seit Jahren vertraut. Er lebt privat seit Langem in den österreichischen Bergen, weit weg von der ständigen Öffentlichkeit, die seine Rolle mit sich bringt. Gerade deshalb wirkt sein Blick auf kindliche Unbefangenheit nicht wie eine beiläufige Bemerkung, sondern wie eine bewusst gesetzte Erinnerung daran, was im Erwachsenenleben leicht verloren geht.
Offen bleibt nur, wie weit Sigl diesen Gedanken in den Alltag hineinzieht. Seine Antwort geht bis zur Haltung, nicht bis zu einem Rezept: weniger bewerten, mehr zulassen, andere zuerst als Menschen sehen. Mehr braucht er nicht zu sagen, um klarzumachen, woran Erwachsene sich messen lassen sollen.

