Nach dem Tod von Alexander Held lässt das ZDF die Zukunft von „Stralsund“ und „München Mord“ offen. Auf Nachfrage teilte der Sender mit, er könne derzeit keine Angaben dazu machen, wie es mit den beiden Krimiformaten weitergeht.
Dass die Frage gerade jetzt gestellt wird, hat mit Held selbst zu tun. Er war über Jahre eines der bekanntesten Gesichter beider Reihen: In „München Mord“ spielte er mehr als zehn Jahre lang Kommissar Ludwig Schaller, in „Stralsund“ den Ermittler Karl Hidde. Held starb im Alter von 67 Jahren nach kurzer Krankheit.
Für Zuschauer ist die Lage auch deshalb ungewöhnlich, weil bereits fertige Folgen auf ihre Ausstrahlung warten. Zwei weitere Filme aus der Reihe „München Mord“ sind schon abgeschlossen, ihre Sendetermine sind aber weiter offen. Dazu kommen mehrere Filme mit Held, die längst abgedreht sind und noch nicht gezeigt wurden. Auch ein neuer „Stralsund“-Film mit dem Arbeitstitel „Dunkle Tiefen“ liegt bereits fertig vor.
Genau dort bleibt der Bruch zwischen Produktion und Programm: Das ZDF bittet zwar um Verständnis und sagt, es könne zum jetzigen Zeitpunkt keine Angaben machen. Zugleich liegen Folgen im Archiv, die ohne Held entstanden sind oder noch mit ihm auf Sendung warten. Ob „Stralsund“ und „München Mord“ nach seinem Tod mit neuer Besetzung, in veränderter Form oder zunächst gar nicht fortgesetzt werden, ist damit weiter offen.

