Craig Gordon steht im WM-Kader Schottlands für 2026. Mit 43 Jahren ist der Torhüter von Heart of Midlothian offiziell für das Turnier nominiert worden, und allein diese Berufung macht ihn zu einer der auffälligsten Figuren des schottischen Aufgebots.
Warum Escocia Vs jetzt gesucht wird, hat mit diesem Namen zu tun. Schottland kehrt nach 28 Jahren zurück auf die Weltbühne, und Gordon ist nicht nur ein erfahrener Schlussmann, sondern ein Spieler, der bei einem Einsatz WM-Geschichte schreiben könnte. Sollte er eine Minute auf dem Platz stehen, wäre er der zweitälteste Spieler, den dieses Turnier je gesehen hat.
Für Gordon ist die Nominierung auch deshalb bemerkenswert, weil er über weite Strecken der Saison wegen einer schweren Schulterverletzung außen vor war. Trotzdem holte ihn Steve Clarke in den Kader. Der schottische Trainer lobte Gordons Trainingszustand, seine volle Fitness und die Widerstandskraft, die er in der Qualifikation gezeigt habe. Es war eine Auswahl, die eher nach Überzeugung als nach Gewohnheit klingt.
Gordon selbst ist in diesem Kreis kein Fremder. Sein Debüt für Schottland gab er 2004, und nun landet seine internationale Laufbahn an einem Punkt, an dem Erfahrung fast ebenso viel zählt wie Form. Der Vergleich, der im Raum steht, ist klar: Den Rekord als ältester WM-Spieler hält weiter Essam El Hadary, der in Russland 2018 mit 45 Jahren auflief. Gordon ist davon noch entfernt, aber nah genug, um mit jedem möglichen Einsatz in dieselbe Geschichte zu geraten.
Schottlands Gruppe C beginnt am 13. Juni in Boston gegen Haiti, danach folgt am 19. Juni in Boston das Spiel gegen Marokko, ehe am 24. Juni in Miami Brasilien wartet. Ob Gordon dort wirklich Minuten bekommt, bleibt die offene Frage hinter der Nominierung. Genau diese Unsicherheit macht die Berufung so stark: Schottland hat seinen erfahrensten Namen für den größten Sommer seit Jahrzehnten, und jetzt beginnt das Warten darauf, ob aus dem Kaderplatz auch ein Auftritt wird.

