Jannik Sinner ist bei den French Open in der zweiten Runde ausgeschieden. Juan Manuel Cerundolo aus Argentinien setzte sich am Donnerstag, 28. Mai 2026, in Paris gegen die Nummer 1 durch und nahm dem Turnier damit seinen klaren Favoriten.
Suchanfragen nach Cerundolo drehen sich jetzt um genau diesen Bruch: Wie konnte ausgerechnet der Spieler, der als überwältigender Favorit in das Sandplatz-Grand-Slam gegangen war, schon nach seinem zweiten Match ausscheiden? Die Antwort beginnt mit den Bedingungen auf dem Platz. Während der Partie stieg die Temperatur auf 33 Grad Celsius, 91 Grad Fahrenheit, und Sinner kühlte sich in den Pausen mit Wasser und Eis ab.
Der körperliche Kampf war sichtbar. Sinner sprach während des zweiten Satzes mit dem Schiedsrichter, suchte zwischendurch Abkühlung und sagte später, er habe „die Wand getroffen“. Der Satz war knapp, aber er passte zu einem Spieler, der an diesem Tag nie wirklich frei wirkte, obwohl er in Paris eigentlich als Mann galt, den es zu schlagen gilt.
Genau darin liegt die Härte dieser Niederlage: Sinner kam als der große Name ins Turnier, und doch war er gegen Cerundolo früh fertig. Die deutsche Schreibweise des Namens ändert nichts am Kern des Ergebnisses, das bereits jetzt das Raster in Paris aufbricht und den Blick auf eine einzige offene Frage lenkt: War es nur die Hitze, oder hat Cerundolo den Favoriten auch spielerisch so beschäftigt, dass Sinner keinen Ausweg mehr fand?

