Cadillac könnte schon früh in seiner Formel-1-Zeit den ersten Fahrerwechsel erzwingen. Berichte aus dem Umfeld des Teams deuten darauf hin, dass Valtteri Bottas wegen seiner Leistungen bei den US-Verantwortlichen in Ungnade gefallen ist und bald seinen Platz verlieren könnte.
Genau deshalb wird das Thema heute so genau verfolgt. Für einen Formel-1-Neueinsteiger wäre ein solcher Eingriff in der zweiten Saison ein ungewöhnlich harter Schnitt, zumal Cadillac damit nicht nur einen Stammfahrer verlieren, sondern die komplette und ungeplante Neuordnung seiner Fahrerpaarung anstoßen könnte.
Im Blick steht dabei auch Sergio Perez. Sein bestes Saisonergebnis war bisher nur ein 16. Platz, dennoch soll er bei einigen Teams Interesse geweckt haben. Perez würde einen Wechsel in Betracht ziehen, wenn sich ihm die Chance auf ein besseres Team bietet. Das macht ihn für jede Fahrerplanung rund um Cadillac zu einer offenen Variable.
Als möglicher Ersatz für Bottas wird immer wieder der 26 Jahre alte Formel-2-Fahrer Colton Herta genannt. Für das andere Cockpit fällt auch Mick Schumacher als Kandidat. Schumacher versucht derzeit, sich in der IndyCar-Serie in den USA zu etablieren, was zeigt, dass Cadillac bei der Suche nach Alternativen nicht nur auf erfahrene Grand-Prix-Profile schaut, sondern auch auf Fahrer mit einer anderen Rennsport-Biografie.
Gleichzeitig bleibt der entscheidende Punkt ungeklärt. Bottas könnte zwar bald gehen, doch die Ersatzpläne sind offen, und eine bestätigte Entscheidung gibt es nicht. Genau diese Lücke macht die Lage für Cadillac heikel: Ein möglicher Umbau ist bereits im Gespräch, aber noch niemand weiß, ob der erste große Einschnitt des Teams tatsächlich kommt oder wer am Ende davon betroffen ist.

