Am Freitagabend sind Joel Mattli, Anna-Carina Woitschack und Milano bei RTL ins Finale von „Let’s Dance“ gegangen. Drei Namen, drei Wege durch eine Staffel, die am Ende auf ein unerwartetes Trio für den Kampf um den Titel zusammenschrumpfte.
Genau deshalb wird jetzt so oft nach wer hat lets dance 2026 gewonnen gesucht: Das Finale stand erst am Freitagabend an, und wer sich bis dahin durchgesetzt hatte, war das Ergebnis einer Saison, in der die Spitze eng beieinanderlag. Die Juroren hatten die Konkurrenz immer wieder als außergewöhnlich stark beschrieben, und Moderator Daniel Hartwich sprach zuletzt von einer „Drehtür“ auf dem Weg ins Finale.
Vor allem die Zahlen machen klar, warum der Abend so offen wirkte. Joel Mattli und Anna-Carina Woitschack lagen vor dem Finale punktetechnisch fast genau gleichauf. Woitschack und Evgeny Vinokurov hatten dreimal in Folge 30 Punkte geholt, während Mattli zu Beginn der Staffel sogar als früher Favorit zusammen mit Malika Dzumaev galt. Später konnte er dieses Niveau nicht mehr halten, blieb aber bis ganz zuletzt in Reichweite des Titels.
Milano ging als jüngster Teilnehmer des Jahres in diesen Endkampf und kam im Schnitt auf 24,4 Punkte. Damit stand nicht nur ein Talent aus der jüngsten Generation im Finale, sondern auch einer der konstantesten Punktesammler der Staffel. Dass er trotzdem nur einer von drei letzten Bewerbern war, zeigte, wie hart das Feld schon vorher aussortiert worden war.
Der härteste Beleg dafür ist Jan Kittmann. Er schied in der zehnten Show aus, obwohl er früh stark getanzt hatte und im Schnitt auf 25,8 Jury-Punkte pro Tanz kam. Rein nach Punkten hätte er theoretisch auf Platz drei der Gesamtwertung gestanden, am Ende wurde es aber nur Platz fünf in der Staffel, weil ihn die Zuschauer noch vor dem Halbfinale herauswählten. Schon in Show acht war Nadja Benaissa ausgeschieden, obwohl sie an diesem Tag in der Jurywertung auf Rang zwei lag.
Das passt zu einer Staffel, in der die reine Punktewertung nicht immer das letzte Wort hatte. RTL hält die genauen Televoting-Ergebnisse geheim, und Bonuspunkte aus Specials wie Teamtänzen oder Challenges fließen in solche Vergleiche nicht ein. Am Ende blieb deshalb nicht die Frage nach der Jury, sondern die nach dem Publikum als entscheidende Kraft hinter dem Finale.
Damit ist der Abend vor allem eines: der Schlusspunkt einer ungewöhnlich engen Saison, in der starke Bewertungen keine Garantie waren und der Weg ins Finale für manche wie eine „Drehtür“ wirkte. Wer den Titel bei „Let’s Dance“ geholt hat, bleibt der eine offene Punkt dieser Finalnacht.

