Alex Jolig probiert sich auf Mallorca als Immobilienmakler neu aus, und die Folge von „Goodbye Deutschland“ zeigt ihn dabei nicht im Feierabendmodus, sondern mitten im Lernstress. Der 63-Jährige sitzt wöchentlich wieder in der Schule, weil er für den Einstieg ins Luxusimmobilien-Geschäft seiner Ehefrau Britt Spanisch braucht. „Es ist als alter Mann schon anstrengend“, sagte Jolig dabei selbst.
Dass die Folge jetzt ausgestrahlt wird, obwohl sie schon vor rund drei Jahren gedreht wurde, macht den Neustart für Zuschauer erst heute sichtbar. Jolig, der 2000 als Kandidat der ersten „Big Brother“-Staffel bekannt wurde, lebt mit Britt seit 2020 auf der Insel und versucht nun, im hochpreisigen Mallorca-Markt mehr als nur an der Seite seiner Frau mitzulaufen. Seine Lehrerin Elena Meliveo traut ihm dabei einiges zu: In etwa einem Jahr, sagte sie, könne er problemlos eine Hausführung auf Spanisch halten.
Die Kamera begleitet Jolig und Britt durch Kundentermine, die zeigen, wie schnell in diesem Geschäft Sprache und Tempo zusammenfallen. Mit dem deutsch-indischen Fernsehkoch Alex Wahi präsentierten sie ein Traditionshaus mitten in Palma; Wahi suchte für ein neues Restaurant eine Location, möglichst am Meer, und reagierte nach der Besichtigung positiv überrascht. Am nächsten Tag stand ein 6,5-Millionen-Euro-Penthouse auf dem Programm, modern ausgestattet in einem neuen Gebäude und vorgestellt einer als Unternehmergattin Katharina bezeichneten Kundin.
Genau dort lag der Haken. Die Wohnung war bereits reserviert, weil ein anderer Makler schneller gewesen war, und der Eigentümer hatte Jolig schon einen Tag zuvor darauf vorbereitet, dass es dazu kommen könnte. Für jemanden, der in diesem Markt Fuß fassen will, ist das mehr als eine verpasste Besichtigung. Es zeigt, wie dicht der Wettbewerb auf Mallorca ist und wie schnell ein Angebot weg sein kann, bevor ein Gespräch überhaupt beginnt.
Später sollte Jolig dem südamerikanischen Investor Eduardo Caro van Hoogstraten ein Anwesen im Norden Mallorcas zeigen, mit 20 Schlafzimmern, 12 Bädern und einem Preis von 12 Millionen Euro. Rosa, die fließend Spanisch spricht, war bei der Präsentation dabei. Britt brachte die Arbeitsweise des Duos auf den Punkt: „Ich glaub', der Alex führt uns jetzt einmal“, sagte sie über den Kurswechsel ihres Mannes, fügte aber auch hinzu: „Da müssen wir in der Kommunikation besser, schneller und stärker werden.“ Jolig selbst dürfte auf Mallorca noch eine Weile lernen müssen, bevor aus dem TV-Neustart ein verlässliches Geschäft wird. Doch die Sendung zeigt auch, dass er und Britt längst wissen, worauf es ankommt: nicht nur schöne Häuser zu zeigen, sondern hartnäckig zu bleiben, wenn ein Deal schon fast verloren scheint.

