Kane Parsons bringt seine Backrooms-Idee 2026 zum ersten Mal als Spielfilm ins Kino. Mit Backrooms: Sin salida debütiert der als Kane Pixels bekannte Filmemacher als Regisseur eines Langfilms, und A24 setzt dabei auf ein Projekt, das für das Studio zu einem seiner größten kommerziellen Erfolge werden soll.
Der Grund, warum der Titel jetzt gesucht wird, liegt in den Zahlen und Namen dahinter. Der Film kostet 10 Millionen Dollar, läuft 111 Minuten und ist für Zuschauer ab 13 Jahren freigegeben. In den Hauptrollen spielen Chiwetel Ejiofor und Renate Reinsve, außerdem sind Mark Duplass, Finn Bennett und Lukita Maxwell dabei. Das Drehbuch schrieb Will Soodik. Produziert wurde der Film von Atomic Monster und A24.
Parsons kommt nicht aus dem Nichts. Seine Webserie The Backrooms lief von 2022 bis 2025 über 24 Episoden und machte aus einem Internet-Phänomen eine belastbare Horror-Marke. Der neue Film greift diese Welt wieder auf und setzt im Jahr 1990 an. Clark, ein geschiedener, alkoholkranker Möbelverkäufer, lebt in seinem Laden, entdeckt dort ein Portal in ein endloses Labyrinth von Backrooms und verschwindet darin. Mary Kline geht später in diese Räume hinein, um ihn zu suchen und zu verstehen, was mit ihm passiert ist.
Genau an diesem Punkt liegt die Reibung des Projekts. Der Film wird mit Blick auf ein erstes Wochenende in den USA gehandelt, das rund 50 Millionen Dollar bringen könnte; das wäre ein Rekord für A24. Zugleich will Parsons Horror nicht einfach größer machen, sondern konzeptioneller neu denken. Er stützt sich dabei auf Vorbilder wie Eraserhead, V/H/S, Skinamarink: El despertar del mal und El Cubo. Das macht Backrooms: Sin salida zu mehr als einer weiteren Internet-Adaption: Der Film soll zugleich Massenpublikum und Stilrisiko sein, was selten in derselben Produktionslogik funktioniert.
Dass dieser Schritt heute Aufmerksamkeit zieht, hat auch mit dem Markt zu tun. In den vergangenen Jahren haben YouTuber immer wieder kostengünstige Horrorfilme ins Gespräch gebracht, und ein aktuelles Beispiel ist Obsesión von Curry Barker, das für 700.000 Dollar hergestellt worden sein und fast 100 Millionen Dollar eingespielt haben soll. Vor diesem Hintergrund wirkt Parsons’ Kinodebüt wie der Versuch, den Trend aus dem Netz in eine größere Studio-Wette zu überführen. Ob Backrooms: Sin salida die hohen Erwartungen erfüllt, ist offen. Klar ist nur: A24 setzt auf einen Film, der aus einem Online-Langläufer kam und jetzt als großer Test für die nächste Phase des YouTuber-Horrors im Kino gilt.

