SK Rapid hat Nicolas Jozepović im Sommer zurückgeholt und den 18-jährigen Stürmer bis Sommer 2030 gebunden. Für den in Wien geborenen Angreifer ist es die Rückkehr in seine Heimatstadt und in jenen Klub, für den er schon als Jugendlicher gespielt hat.
Gerade jetzt rückt Sk Rapid Wien II deshalb in den Mittelpunkt, weil der Vertrag nicht nur kurz begleitet, sondern den nächsten Karriereschritt absichert. Jozepović bringt dafür eine auffällige Saison mit: 12 Treffer in 18 Spielen in der ÖFB-Jugendliga U18 machen ihn zum Führenden der Torjägerliste, dazu kommt sein Auftritt bei der FIFA U17 WM 2025, bei der Österreich Vizeweltmeister wurde.
Sein Weg nach Hütteldorf ist lang genug, um die Rückkehr bedeutsam zu machen. 2019 wechselte er von SV Donau nach Hütteldorf, verbrachte dort drei Jahre in Rapids Nachwuchs und entwickelte sich danach auf Akademieebene in Salzburg weiter. Dort sammelte er auch seine Spiele in der ÖFB-Jugendliga, bevor Rapid ihn nun wieder an sich band.
Dass der Verein ihn so klar einplant, ist kein Zufall. Markus Katzer machte deutlich, dass Jozepović neben einem Verbleib in Salzburg auch andere interessante Möglichkeiten gehabt hätte. Trotzdem entschied sich der junge Stürmer für Rapid. Das ist bemerkenswert, weil der Klub ihn nicht als fertige Lösung präsentiert, sondern als Spieler, der sich seinen Platz erst noch verdienen soll.
Jozepović beschreibt diesen Schritt selbst als Heimkehr mit Auftrag. Er dankte den Verantwortlichen für das Vertrauen, sagte, er freue sich, wieder beim SK Rapid und in seiner Heimatstadt Wien zu sein, und sprach offen davon, dass ihn in Hütteldorf eine große Herausforderung erwartet. Er wolle alles investieren, um seine Chancen zu bekommen.
Genau darin liegt jetzt die nächste Etappe. Rapid plant, dass Jozepović im Sommer mit der Profimannschaft in die Vorbereitung startet und sich über starke Einsätze bei Rapid II für weitere Möglichkeiten empfiehlt. Wie schnell daraus echte Minuten bei den Profis werden, hängt davon ab, wie schnell er in diesem Umfeld liefert. Für Rapid ist die Wette klar: Ein hochveranlagter Jugendnationalspieler mit 38 Länderspielen soll den Sprung aus der Nachwuchsarbeit in den Erstligakader schaffen.

