Die 19. Etappe des Giro d’Italia 2026 führt von Feltre nach Alleghe (Piani di Pezzè) und macht aus dem Bergtag einen der härtesten Prüfsteine dieses Rennens. Auf 151 Kilometern warten 5.000 Höhenmeter, und das Feld trifft auf eine Strecke, die vom ersten Anstieg bis zum Ziel nur über Klettern und Abfahren führt.
Genau deshalb wird diese Etappe heute gesucht: Sie ist klar datiert, klar vermessen und mit einem festen Zeitplan versehen. Der Start ist für 12:30 Uhr angesetzt, kilometer 0 folgt um 12:45 Uhr, die Live-Übertragung beginnt um 11:00 Uhr. Wer das Rennen verfolgt, sieht auf Rai Sport HD zunächst Giro Mattina und Prima Diretta, bevor Rai 2 mit Giro in Diretta bis 16:15 Uhr übernimmt und danach Giro all’Arrivo sendet. Das Ziel in Alleghe wird gegen 16:54 Uhr erwartet.
Sportlich ist der Tag vor allem wegen des Profils brisant. Vor dem Schlussanstieg nach Alleghe liegen der Passo Duran, die Staulanza, der Giau und der Falzarego. Der Duran geht bis 14 Prozent, die Coi sogar bis 19 Prozent, die Forcella Staulanza bis 10 Prozent. Der Passo Giau ist mit 2.236 Metern der Cima Coppi des Giro d’Italia 2026; der Anstieg ist 9,9 Kilometer lang, kommt im Schnitt auf 9,3 Prozent und erreicht maximal 14 Prozent. Auf dem Falzarego geht es an diesem Tag ein zweites Mal über 2.000 Meter, bevor das Rennen auf 1.465 Metern in Alleghe ankommt.
Im Fokus steht Jonas Vingegaard, der als Nummer eins für den Etappensieg geführt wird und bislang alle Bergankünfte gewonnen hat. Felix Gall soll gleichzeitig den zweiten Platz in der Gesamtwertung verteidigen, was dem Tag eine klare innere Hierarchie gibt: Der Favorit fährt auf Sieg, der Verfolger auf Absicherung. Dahinter könnten Thymen Arensman auf den langen Anstiegen von Egan Bernal Unterstützung bekommen, Jai Hindley kennt die Gegend nach seinem Giro-Sieg auf der nahen Marmolada, und Giulio Ciccone bleibt als mögliche Ausreißerfigur im Spiel.
Gerade diese Mischung macht die Etappe schwer vorhersehbar. Die Route ist lang genug, um den Ausreißern Hoffnung zu geben, und hart genug, um die Klassefahrer wieder zusammenzuführen, sobald der Giau und der Falzarego das Feld ausgedünnt haben. Wenn Vingegaard seine Serie an Bergankünften fortsetzt, wäre Alleghe der nächste Nachweis dafür, dass auf diesem Girotag selbst die steilsten Rampen ihn kaum zu bremsen scheinen.

