Tom Hanks, Tim Allen, Joan Cusack und Greta Lee haben am Donnerstag in Zentral-London die britische Auftaktveranstaltung zu Toy Story 5 besucht. Bei der Präsentation, die an einem heißen, schwülen Abend stattfand, gab es sogar eine separate Medienlinie für Kinder-Interviewer.
Der neue Film startet am 19. Juni in den Kinos und rückt die achtjährige Bonnie in den Mittelpunkt, die ihr erstes Gerät bekommt und plötzlich zu viel Bildschirmzeit erlebt. Genau dort setzt der neue Ton an: Hanks sagte, der Film habe eine der herzzerreißendsten Szenen, die er je in einem Toy-Story-Film gesehen habe, in der ein kleines Mädchen verletzt sei von dem, was andere über sie texten. Sie verstehe nicht, warum ihre Gefühle verletzt seien, sagte er, und gerade das mache die Szene so heutig. Hanks beschrieb die Filme als Geschichten, die aussprechen, was viele ohnehin denken, und fügte hinzu, sie führten ihn immer wieder an einen emotionalen Ort, an den er zwar gern gehe, über den er aber zugleich verärgert sei, weil er die Arbeit mit dieser Wirkung verlange. Mit Blick auf seinen langjährigen Kollegen sagte er zudem: „Oh, Tim’s gonna have a field day on this.“
Allen nahm den Ball auf und sagte, es gebe in dem Film „eine Menge Buzz“ und „viele verschiedene Buzzes“. Die Macher hätten geöffnet, was Buzz Lightyear sei und was ihn besonders mache, sagte er, bevor er den Charakter als Space Ranger beschrieb. Er hob hervor, dass der Film seine Figur weiter ausleuchte, ohne sie zu entwerten. Auch das passt zu dem, was Pixar mit der Reihe seit Jahren macht: vertraute Figuren in ein neues Problem zu stellen, hier den Einfluss von Geräten auf ein Kind. Regie führt Andrew Stanton.
Gerade darin liegt die Spannung des Films. Toy Story 5 greift ein Thema auf, das Eltern, Kinder und Filmstudios gleichermaßen beschäftigt, und tut es ausgerechnet über Spielzeug, das einst für eine einfachere Welt stand. Hanks sagte, die Szene mit dem verletzten Mädchen sei besonders vorhersagend für eine Gegenwart, in der Kinder über Texte, Reaktionen und Worte getroffen werden, die sie nicht einordnen können. Allen wiederum machte klar, dass die Geschichte Buzz Lightyear nicht kleiner, sondern größer macht — bis hin zu der Bemerkung über 500 Buzz Lightyears, die das Publikum offenbar vor eine ungewöhnliche Variante der Figur stellen dürften.
Der Londoner Auftritt war damit mehr als ein Werbetermin. Er zeigte, dass Toy Story 5 nicht auf Nostalgie setzt, sondern auf den Konflikt zwischen Kindheit und Dauerverbindung. Die entscheidende Frage ist damit beantwortet: Der Film will nicht nur zurück zu Woody und Buzz, sondern dorthin, wo der Schaden heute entsteht — in dem Moment, in dem ein Kind sein erstes Gerät in die Hand bekommt und plötzlich die Welt der Nachrichten, Reaktionen und verletzten Gefühle betritt. Genau das soll am 19. Juni ins Kino kommen.

