Lionel Scaloni hat vor der endgültigen Kaderentscheidung für die Nomina Argentina Mundial 2026 noch offene Fragen eingeräumt und angekündigt, Argentiniens Liste vor Sonntag zu veröffentlichen. Der Trainer sagte diese Woche, es gebe noch Zweifel, die in den kommenden Tagen gelöst würden.
Argentinien arbeitet an einem 26-Mann-Kader für die Weltmeisterschaft, und die Auswahl wird aus einer vorläufigen Gruppe an Berufungen auf die endgültige Form reduziert. Scaloni machte klar, dass für ihn „el rendimiento de los jugadores, que lleguen de la mejor manera“ das entscheidende Kriterium ist. Es gehe also nicht um Namen allein, sondern um die Form, in der die Spieler in diese letzte Phase kommen.
Besonders im Blick steht Franco Mastantuono, der nach Saisonende nach Buenos Aires zurückkehrte und im Lionel-Messi-Komplex trainierte. Seine körperliche Verfassung gilt als optimal. Sollte er am Ende dennoch nicht in den finalen Schnitt kommen, wäre das nach Lage der Dinge eine technische und keine medizinische Entscheidung. Der 18-Jährige gehört weiterhin zu den Kandidaten, die für die campeona del mundo als langfristige Figur gelten, aber noch nicht als gesetzt für dieses Turnier.
Die größten Fragezeichen betreffen derzeit Nahuel Molina, Nico González und Gonzalo Montiel. Montiel zog sich zu Monatsbeginn einen Quadrizepsriss zu, González fehlt seit Ende April wegen einer Muskelverletzung, und Molina hatte sich zum Ende der Ligaphase erneut mit Beschwerden gemeldet. Montiel dürfte den Sprung nur mit einem Wunder schaffen. Diese Ausfälle verschieben das Bild unmittelbar, weil bei einem weiteren Ausfall aus dieser Gruppe Mastantuono bessere Chancen hätte, doch noch in den Kader zu rutschen.
Scaloni hat in dieser Woche jeden Fall einzeln bewertet, und genau darin liegt der Druck dieses Augenblicks: Nicht die Vergangenheit entscheidet, sondern der Zustand jetzt. Neben Mastantuono stehen als Alternativen auch Emi Buendía, Matías Soulé und Agustín Giay auf der Liste. Vor Sonntag wird der Trainer die definitive Mannschaft nennen, und damit endet für mehrere Spieler ein enges Rennen um einen Platz im argentinischen Aufgebot.

