Canal 13 hat am Donnerstagmittag angekündigt, dass es die vom Tribunal de Contratación Pública festgelegte Zahlung nicht leisten wird, um die Aussetzung des Bieterverfahrens für das Festival del Huaso de Olmué 2027 wirksam zu machen. Damit bleibt die Produktion für die Ausgabe 2027 vorerst bei Chilevisión und der Produktionsfirma Bizarro.
Der Sender erklärte, das Gericht habe im Rahmen seiner Befugnisse einen Geldbetrag festgelegt, der als Garantie für die Suspendierung dienen sollte. Canal 13 lehnte diese Zahlung als unverhältnismäßig ab und verwies darauf, dass bereits eine einbehaltene Garantie bestehe, weil man sich selbst um die Ausschreibung beworben habe.
Die Auseinandersetzung dreht sich um die Vergabe der Lizenz für das Festival del Huaso de Olmué 2027, eines der bekanntesten Folklore-Events in Chile. Nach der Beschwerde von Canal 13 vor dem Tribunal war entschieden worden, dass eine vorläufige Unterbrechung der Produktion nur gegen die Zahlung eines festgelegten Betrags möglich sei. Diese Bedingung ließ der Sender nun bewusst verstreichen.
Canal 13 machte zugleich klar, dass die Klage nicht darauf ziele, das Festival kommerziell zu blockieren. Vielmehr gehe es darum, öffentliche Vergabeverfahren, die für die Fernsehbranche regelmäßig und grundlegend seien, unter strengen Standards von Transparenz und Fairness für alle Bewerber zu überprüfen. Der Sender sagte außerdem, dass Chilevisión und Bizarro die Arbeiten an der Produktion fortsetzen könnten.
Mit Ablauf der vom Gericht gesetzten Frist am heutigen Tag konnten die Gemeinde Olmué und Chilevisión die Vorbereitungen parallel zum laufenden Verfahren fortsetzen. Canal 13 betonte, die nicht erfolgte vorläufige Suspendierung sei allein Folge der eigenen Entscheidung und ändere nichts am Kern des Rechtsstreits, der weiter anhängig bleibt.

