Adam Wharton und Chris Richards waren am Dienstagmorgen wieder im Training und gaben Crystal Palace vor dem Final Conference League gegen Rayo Vallecano einen späten Schub. Der englische Klub war in den Tagen davor noch unsicher gewesen, ob beide Profis rechtzeitig für das Spiel am Mittwoch fit werden würden.
Richards hatte zuletzt wegen einer Sprunggelenksverletzung gefehlt, die er sich beim 2:2 gegen Brentford zugezogen hatte. Wharton war am vergangenen Wochenende gegen Arsenal in der zweiten Halbzeit eingewechselt worden, musste aber nach einem Zusammenprall mit Myles Lewis-Skelly kurz darauf ebenfalls mit einer Sprunggelenksverletzung raus. Dass beide nun wieder auf dem Platz standen, ließ Palace auf einen fast vollständigen Kader für die Partie in Leipzig hoffen.
Oliver Glasner hatte gegen Arsenal mehrere Änderungen vorgenommen, um die Vorbereitung auf den Mittwochabend zu schärfen. Für Palace geht es in Deutschland um den dritten Titel in zwölf Monaten, nachdem der Verein bereits den FA Cup und den Community Shield gewonnen hat. Es ist zugleich das erste europäische Finale in der Geschichte des Klubs.
Glasner wird am Mittwochabend außerdem sein letztes Spiel als Palace-Trainer betreuen. Unter seiner Führung gewann der Verein im vergangenen Mai erstmals einen großen Pokal, als Manchester City im FA-Cup-Finale geschlagen wurde. Nun steht für Palace der nächste große Auftritt bevor, und die Rückkehr von Wharton und Richards nimmt vor dem Anpfiff zumindest einen Teil der Nervosität aus dem Lager des Klubs.
Die offene Frage ist nicht mehr, ob Palace das Finale überhaupt mit einer konkurrenzfähigen Mannschaft angehen kann, sondern wie viel die angeschlagenen Spieler im Notfall tatsächlich leisten können. Für ein Team, das gerade erst seinen ersten europäischen Endspieltermin erreicht hat, kann genau dieser Unterschied den Abend in Leipzig prägen.

