Nikolaus Wurmbrand gilt bei Rapid als heißer Verkaufskandidat. Das Team um den 20-Jährigen hat entschieden, dass der Sprung ins Ausland schon in diesem Sommer passieren soll.
Interessenten sollen aus Deutschland und Spanien kommen. Wurmbrand, der im Frühjahr nur für die U21 traf und in der Liga keinen Scorerpunkt verbuchte, spielte unter Johannes Hoff Thorup dennoch in jeder Partie und stand 15 Mal in der Startelf.
Die Entscheidung aus dem Umfeld des Angreifers kommt nicht zufällig. Ende 2024 hatte sein Vater noch die Vertragsverlängerung bis 2028 ausgehandelt, doch nun soll die internationale Lösung Vorrang haben. Das Lager der Familie hat dafür die international etablierte Agentur SPOCS gewählt, Sascha Empacher soll bei der Einschätzung des Auslandsmarkts und bei Gesprächen mit potenziellen Klubs helfen. Einen Auftrag als Berater gaben die Wurmbrands keinem der vielen Manager.
Für Rapid ist das heikel, aber auch nachvollziehbar. Der Klub hat eine teure, zugleich enttäuschende Saison hinter sich und muss im Sommer Einnahmen erzielen. Intern hatte man gehofft, ein starkes Frühjahr und ein WM-Ticket könnten einen Transfererlös in der Größenordnung von Sangare möglich machen. Nach dem schwachen Frühjahr ist diese Erwartung nicht mehr realistisch, auch wenn Wurmbrands Anlagen weiter viele Vereine anziehen.
Für Rapid verschiebt sich damit die Frage nicht mehr, ob Wurmbrand ein Thema für den Markt ist, sondern nur noch, wie hoch der Preis am Ende ausfällt. Der Wechselwunsch ist da, die Nachfrage auch. Jetzt entscheidet der Sommer, ob aus einem heißen Kandidaten auch ein sauberer Abschied wird.

