Lesen: French Open Herren: Sinner startet nach Alcaraz-Aus gegen Tabur in Paris

French Open Herren: Sinner startet nach Alcaraz-Aus gegen Tabur in Paris

Veröffentlicht
3 Min. Lesezeit
Anzeige

Der 125. French Open Herren beginnt ohne . Der Spanier zog wegen einer Handgelenksverletzung zurück, und damit steht als klarer Mittelpunkt des Turniers in Paris am Dienstagabend gegen auf dem Platz.

Für Sinner ist es ein Auftakt mit Gewicht. Der Weltranglistenerste trifft auf Tabur, die Nummer 171 der ATP-Weltrangliste, der per Wildcard ins Hauptfeld kam. Auf dem Papier ist das eine deutliche Aufgabe, doch der Italiener reist mit Zahlen an, die seine Saison schon jetzt in eine eigene Kategorie heben: 36:2 in diesem Jahr, 29 Siege nacheinander, 17:0 auf Sand und nur drei verlorene Sätze auf diesem Belag. Nach Titeln in Indian Wells, Miami, Monte Carlo, Madrid und Rom hat Sinner 2026 fast alles gewonnen, was sich auf der Tour gewinnen ließ. Bei den ersten beiden Masters-1000-Turnieren des Jahres gab er nicht einmal einen Satz ab.

Genau deshalb ist das Bild in Paris so aufgeladen. Sinner hat in dieser Saison nur zwei Niederlagen kassiert, eine im Halbfinale der gegen und eine im Viertelfinale von Doha gegen Jakub Mensik. Seitdem lief er durch die Frühjahrswochen wie ein Spieler, der die Rangordnung bereits neu geschrieben hat. Dass er nun ausgerechnet in Paris auf einen Außenseiter trifft, ändert an der Erwartungshaltung wenig: Alles andere als ein souveräner Start wäre eine Nachricht für sich. Tabur hingegen bekommt die seltene Chance, auf der größten Bühne seiner Karriere gegen einen Gegner anzutreten, der auf dem Weg in die Favoritenrolle kaum noch Angriffsfläche bietet.

- Advertisement -

Paris liefert derweil noch ein zweites, sehr anderes Bild: Djokovic ist mit 39 Jahren immer noch da. Der Serbe schlug Giovanni Mpetshi Perricard in der ersten Runde mit 5:7, 7:5, 6:1, 6:4 und sprach danach von einer „neuen Realität, mit der ich umgehen muss“. Das passt zu seiner Saison, die in Indian Wells im Achtelfinale endete und in Rom schon in der Auftaktrunde. Seine Fitness bleibt wegen Schulter- und Unterarmproblemen eine offene Frage, auch wenn er in Januar Sinner in fünf Sätzen besiegt hatte und ihm damit eine der seltenen Niederlagen zufügte.

Die Spannungen im Herrentableau gehen über einzelne Matches hinaus. Sinner verlor im Vorjahr das Finale der French Open nach verpassten drei Matchbällen in einem 5:29-Stunden-Kampf, ein Spiel, das weiter wie ein Schatten über seinem Pariser Auftakt hängt. Mit seinem Sieg in Rom hatte er außerdem jeden Masters-1000-Titel seiner Karriere schon eingesammelt. Alexander Zverev wiederum hat neun Niederlagen in Folge gegen Sinner kassiert und in Madrid im Finale nur drei Spiele geholt, was den Abstand an der Spitze noch deutlicher macht. Für die Fans bedeutet das: Der Weg zum Titel dürfte erneut über Sinner führen, auch wenn in den ersten Tagen in Paris noch genügend Namen im Feld stehen, die das Bild verschieben könnten.

Auch das Frauentableau liefert Stoff. verteidigt ihren Titel, obwohl Aryna Sabalenka sie in Miami schlug, und sie vor Paris noch das Finale von Rom erreichte. Iga Swiatek, die vier ihrer sechs Grand-Slam-Titel in Paris gewonnen hat, kam 2026 erstmals über ein Viertelfinale hinaus, verlor aber im Rom-Halbfinale gegen Jelina Switolina. Switolina hatte dort auf dem Weg zum Titel auch Jelina Rybakina und Gauff geschlagen. Die Ausgangslage in Paris ist damit klar: Der Turnierstart ist erst der Anfang, aber die Machtverhältnisse im französischen Sommer werden schon in den ersten Tagen sichtbar.

Anzeige
Diesen Artikel teilen