Moïse Kouamé hat bei Roland Garros Geschichte geschrieben und Marin Cilic geschlagen. Der 17-Jährige wurde damit der jüngste männliche Spieler seit 2009, der ein Einzelmatch bei einem Grand Slam gewinnt.
Auch Aryna Sabalenka zog am dritten Tag der French Open in Paris mit einem Sieg in zwei Sätzen weiter. Für den Moment gehörte die Schlagzeile aber Kouamé, dessen Erfolg gegen einen früheren Grand-Slam-Sieger das Feld in Paris aufrüttelte.
Der junge Franzose steht damit in einer Reihe mit den auffälligsten Namen dieser Runde, in der mehrere Partien auf verschiedenen Plätzen liefen. Auf dem Chatrier erlebte Diane Parry zunächst einen herben Rückschlag, als sie den ersten Satz gegen Anhelina Kalinina zu null verlor, dann aber mit 6:2 im zweiten zurückkam. Kalinina führte im entscheidenden Satz 2:0, ehe sich das Match erneut öffnete.
Auch andere Begegnungen kippten hin und her. Jakub Fearnley verlor den ersten Satz gegen Juan Manuel Cerundolo mit 2:6, während Jaime Faria den Auftaktsatz gegen Denis Shapovalov mit 6:4 holte. Martin Landaluce setzte sich gegen Juan Carlos Prado mit 6:3 4:6 6:2 6:7 6:4 durch. Alexander Bublik gewann ein Tiebreak, um sein Match gegen Jan-Lennard Struff auszugleichen, nachdem er im zweiten Satz bereits 5:7 4:5 zurückgelegen hatte und dann hielt. Anna Kalinskaya ließ Lois Boisson beim 6:2 6:2 keine Chance.
Boisson wird damit ihren Lauf vom Vorjahr nicht wiederholen, als sie in Roland Garros das Halbfinale erreicht hatte. Genau das macht den dritten Tag in Paris so scharf gezeichnet: ein historischer Sieg eines Teenagers, ein Ausrufezeichen von Sabalenka und mehrere Partien, die noch offen oder gerade erst gekippt waren.
Wenn dieser Vormittag in Paris etwas gezeigt hat, dann dies: Die French Open sind schon früh dabei, ihre ersten Gewissheiten zu zerlegen.

