George Clooney war im Sommer 1997 eigentlich schon auf dem Weg zu Barry Sonnenfelds Wild Wild West, doch ein Wochenende mit dem Regisseur und ein Restaurantbesuch mit Bat-Keksen machten deutlich, dass das Projekt für ihn kippen würde. Clooney, der damals nach Batman & Robin schon unter Beobachtung stand, reagierte auf die in Fledermausform gebackenen Zuckerplätzchen mit den Worten: „Is this some kind of joke?“ und legte nach: „Well, it’s not funny.“
Sonnenfeld erzählte später, er habe mit Clooney an jenem Wochenende über den Film gesprochen, nachdem der Schauspieler Anfang 1997 für eine Rolle im Gespräch gewesen war, die ihn mit Will Smith zusammengebracht hätte. Der Regisseur sagte, Clooney habe den neuen Entwurf des Drehbuchs nicht gemocht. „He didn’t like the new draft“, sagte Sonnenfeld, und fügte hinzu, Will Smith habe im Skript „more funny lines than George“ gehabt. „He was bailing“, sagte er über Clooneys Ausstieg.
Der Moment mit den Bat-Keksen war mehr als eine Peinlichkeit am Rand. Batman & Robin war zu diesem Zeitpunkt bereits erschienen und hatte Clooneys junge Kinokarriere empfindlich beschädigt; der Film galt als 11-mal für die Razzie nominiert. Dass ein Restaurant ihm ausgerechnet Zuckerplätzchen in Fledermausform widmete, war eine Erinnerung daran, wie frisch der Spott noch war. Clooney musste sich nicht nur mit der Reaktion auf seinen letzten Superhelden-Auftritt auseinandersetzen, sondern auch mit einem weiteren großen Studiofilm, der ihn wieder in eine Rolle drängen sollte, die ihm nicht lag.
Rückblickend erwies sich sein Absprung als die klügere Entscheidung. Wild Wild West wurde 1999 zum Kassenflop und gewann fünf Razzies, darunter Worst Picture. Während der Film scheiterte, fand Clooney mit Steven Soderberghs Out of Sight im nächsten Jahr wieder in die Spur. Die Episode zeigt, wie knapp große Karrieren in Hollywood manchmal an einem einzigen Drehbuchentwurf und einem missglückten Witz vorbeischrammen.

