In Montreal ist für das Rennen Niederschlag vorhergesagt, und die Strecke ist bereits nass. Schon am frühen Morgen hatte es geregnet, später am Tag hörte der Regen wieder auf, doch für den Grand Prix von Kanada am Abend ab 22 Uhr wurde weiterer Niederschlag nicht ausgeschlossen.
Das Wetter macht den Teams in Montreal zu schaffen, weil sie ihre Vorhersagen ständig nachschärfen und die Bedingungen auf einer bereits nassen Strecke genau beobachten. Für das Rennen könnte es damit das erste Regenrennen der aktuellen Saison werden, falls der Himmel erneut aufmacht.
Pierre Gasly blickte deshalb mit wenig Optimismus auf die Bedingungen. „Ich glaube, schon bei trockener Strecke ist es schwierig, die Reifen auf Temperatur zu bringen. Bei Regen wird es daher meiner Meinung nach extrem schwierig werden“, sagte er. Der Franzose erwartet ein unruhiges Rennen: „Meiner Erfahrung nach wird es ein ziemlich ereignisreiches Rennen werden.“
Gasly stellte dabei vor allem auf das Ankommen ab. „Es wäre dann erstmal wichtig, überhaupt die Zielflagge zu sehen. Im Nassen ist das keine Selbstverständlichkeit.“ Genau darin liegt die Spannung dieses Renntags: Die Strecke ist schon vor dem Start feucht, die Teams rechnen weiter mit wechselhaftem Wetter, und jede zusätzliche Regenphase könnte den Grand Prix von Kanada noch einmal deutlich komplizierter machen.
Ob Montreal am Ende ein trockenes Rennen bekommt oder nicht, ist fast zweitrangig. Die Ausgangslage spricht bereits jetzt für einen Grand Prix, in dem Kontrolle, Reifenarbeit und Fehlervermeidung wichtiger sein dürften als reine Pace.

