Lesen: Straße Von Hormus: Trump sagt Friedensdeal mit Iran sei weitgehend ausgehandelt

Straße Von Hormus: Trump sagt Friedensdeal mit Iran sei weitgehend ausgehandelt

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hat gesagt, eine Vereinbarung zur Beendigung des Kriegs mit Iran sei weitgehend ausgehandelt und könne am Sonntag bekannt gegeben werden. Zugleich deutete US-Außenminister an, dass noch im Tagesverlauf neue Hinweise kommen könnten, möglicherweise sogar gute Nachrichten zur Straße von Hormus.

Trump schrieb am Samstagabend auf zudem, die Öffnung der opening the Strait of Hormuz sei Teil der Vereinbarung. Auf iranischer Seite sagte am selben Abend im Staatsfernsehen: „Derzeit befinden wir uns in der abschließenden Phase der Ausarbeitung eines Memorandums.“ Gleichzeitig hielt er die Erwartungen niedrig und sagte: „Eine Einigung könnte sowohl sehr nah als auch sehr fern sein.“

Die Signale kamen nach Tagen widersprüchlicher Botschaften aus Washington und Teheran. Seit Beginn des April gilt eine Waffenruhe, die Trump zuletzt einseitig verlängert hat; Medienberichten zufolge könnte sie um 60 Tage ausgedehnt werden. Genau dieser zeitliche Rahmen macht die Gespräche jetzt so brisant: Sollten die beiden Seiten tatsächlich zu einem vorläufigen Paket kommen, würde es die Lage am Golf rasch verändern, ohne die grundlegenden Streitpunkte sofort zu lösen.

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Nach Berichten von und iranischen Medien sieht der Entwurf einen stufenweisen Ansatz vor. In der ersten Phase würde der Krieg formell enden und die US-Blockade iranischer Häfen aufgehoben. Vorgesehen seien außerdem Ausnahmen von US-Sanktionen für iranisches Öl. Im Gegenzug würde Iran laut den Berichten Gebühren für Schiffe in der Straße von Hormus erlassen und zusagen, keine Atomwaffen anzustreben.

Ein iranischer Militärsprecher schrieb auf X, die Passage werde auch bei einer Einigung mit den Vereinigten Staaten unter voller iranischer Verwaltung und Souveränität bleiben. Die Linie wurde auch durch die Agentur gestützt, die berichtete, Iran habe sich darauf verständigt, die Zahl der durchfahrenden Schiffe wieder auf Vorkriegsniveau zu bringen. Das bedeute aber keine Rückkehr zur freien Durchfahrt wie vor dem Krieg; Verwaltung der Meerenge und Erteilung von Genehmigungen würden weiter von der Islamischen Republik Iran übernommen.

Die härteste offene Frage bleibt der Atomkomplex. Ein hochrangiger iranischer Insider sagte am Sonntag, Teheran habe noch nicht zugestimmt, seine Bestände an hochangereichertem Uran zu übergeben. Der atomare Teil ist nach diesen Angaben nicht Teil der vorläufigen Vereinbarung, sondern soll erst später in Verhandlungen über einen endgültigen Deal besprochen werden. Washington will dagegen, dass eine Einigung iranische Zusagen zu einer langfristigen Aussetzung des Atomprogramms und die Übergabe hochangereicherten Urans an die USA umfasst.

Auch Irans Präsident stellte sich am Sonntag nicht quer zu einer diplomatischen Lösung, verwies aber auf tiefes Misstrauen gegenüber Washington. Das erklärt, warum die Gespräche zugleich an Fahrt gewinnen und weiter an einem zentralen Punkt hängen bleiben. Die Straße von Hormus ist einer der wichtigsten Seewege für den weltweiten Öl- und Gasmarkt, und jede Veränderung dort hätte sofort Folgen weit über die Region hinaus.

Rubio sagte bei einem Besuch in Indien, im Laufe des Sonntags könne noch mehr kommen. Ob daraus tatsächlich eine belastbare Annäherung wird oder nur die nächste Zwischenstufe in einem langen Ringen, entscheidet sich jetzt an dem Punkt, an dem Handelsroute, Sanktionen und Atomfrage zusammenlaufen.

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