Alexander Wehrle nennt das DFB-Pokalfinale in Berlin für den VfB Stuttgart auch im zweiten Jahr in Folge „immer etwas ganz Besonderes“. Vor dem Duell mit Bayern München am Samstag um 20.00 Uhr sagte der Vorstandschef, Stuttgart gehe als Außenseiter in das Endspiel, aber nicht ohne Hoffnung.
Der 51-Jährige verwies darauf, dass der Club zum ersten Mal in seiner Geschichte zweimal hintereinander im Pokalfinale steht. „Zweimal hintereinander im Pokalfinale – das hatten wir in unserer Vereinsgeschichte noch nie. Das zeigt, wie außergewöhnlich das ist. Und gegen Bayern München bekommt das Ganze natürlich noch einmal eine besondere Dimension“, sagte Wehrle. Gegen den deutschen Meister seien die Stuttgarter nicht „der absolute Favorit“, doch Sebastian Hoeneß werde die Mannschaft so einstellen, „dass wir am Ende eine Chance haben werden, die Bayern zu schlagen“. Am Ende könne Stuttgart an diesem Samstag „nur gewinnen“.
Die Ausgangslage ist für Stuttgart dennoch außergewöhnlich günstig. Der Verein hat eine sehr gute Saison hinter sich, beendete die Liga auf Platz vier und sicherte sich damit die Qualifikation für die Champions League. Wehrle sagte, das Team könne deshalb mit Freude und Selbstvertrauen nach Berlin reisen. Für den Klub ist das Finale nicht nur der nächste Termin im Kalender, sondern der Endpunkt einer Entwicklung, die sich über mehrere Jahre aufgebaut hat.
Im Mittelpunkt dieser Entwicklung steht Hoeneß, der laut Wehrle einen „außergewöhnlichen Anteil“ an den positiven Fortschritten des Vereins in den vergangenen Jahren hat. Der 44 Jahre alte Trainer habe Stuttgart zuletzt geprägt und führe die Mannschaft nun in ein weiteres Endspiel, nachdem er bereits im Vorjahr den Pokalsieg geholt hatte. Wehrle sagte, der Club wolle „so lange wie möglich“ mit ihm zusammenarbeiten. Hoeneß sei fähig, jeden Spitzenklub in Europa zu coachen, doch er wisse auch, was er in Stuttgart habe, und der Verein wisse, was er an ihm habe.
Dass die Stuttgarter nun zum zweiten Mal nacheinander im Berliner Finale stehen, unterstreicht die neue Stabilität des Clubs. Hinzu kommt, dass jüngst auch Uli Hoeneß Sebastian Hoeneß als möglichen künftigen Bayern-Trainer ins Gespräch gebracht hat. Für Stuttgart ändert das an diesem Samstag nichts: Die Mannschaft trifft auf Bayern, das Finale beginnt um 20.00 Uhr, und der Club hat nach einer starken Saison die seltene Chance, den Pokal erneut in die Höhe zu stemmen.

