Die chilenische Hündin Yuri hat beim Festival von Cannes einen Palm Dog Award gewonnen. Ausgezeichnet wurde sie für ihre Rolle in dem Film „La Perra“ von Dominga Sotomayor.
Der Preis holt Yuri in eine kleine, aber auffällige Reihe von Filmtieren, die in Cannes bereits für Aufsehen gesorgt haben. 2023 war das Messerhund-Gegenstück Messi für seine Rolle in „Anatomía de una caída“ im Gespräch, 2019 wurde Brandy für „Había una vez en Hollywood“ ausgezeichnet. Für die chilenische Produktion ist das mehr als eine nette Randnotiz: „La Perra“ lief in der Sektion Quinzaine des Cinéastes und brachte damit eine Geschichte auf die große Festivalbühne, die von Silvia und ihrer Beziehung zu ihrer Hündin erzählt.
Der Film ist nach der Vorlage von Pilar Quintana entstanden. Yuri lebte vor dem Dreh in einem der Schutzheime von Mirada Animal Chile, bevor sie zur Hauptfigur der Verfilmung wurde. Die jüngere Version der Hündin übernahm Tormenta María, die nach dem Dreh von einem Mitglied der Produktion adoptiert wurde.
Dass ausgerechnet Yuri jetzt in Cannes geehrt wird, passt zu einem Film, der Nähe, Fürsorge und das Leben mit einem Tier ins Zentrum stellt. Nach dem Ende der Dreharbeiten fand auch Yuri eine neue Familie. Der Preis schließt damit nicht nur eine Festivalgeschichte ab, sondern auch den Weg einer Hündin, die vom Tierheim auf den roten Teppich und wieder in ein Zuhause gekommen ist.

