Luis Caprile Vial ist im Alter von 92 Jahren gestorben. Sein Sohn Leo Caprile bestätigte den Tod am Donnerstag, den 21. Mai, öffentlich auf Instagram und schrieb dort: „La familia Caprile Febres informa la sensible partida de nuestro padre, abuelo y bisabuelo“.
Die Familie teilte mit, dass die sterblichen Überreste am Freitag, den 22. Mai, ab 10:00 Uhr im Cementerio Parque del Mar aufgebahrt werden. Die Beisetzung ist für Samstag, den 23. Mai, um 10:30 Uhr am selben Ort geplant. Für viele in Chile endet damit die Geschichte eines Mannes, der im Radio über Jahre einen festen Namen hatte: Caprile Vial, bekannt als „Tano“, arbeitete bei Radio Minería und half beim Start von Radio Festival de Viña del Mar.
Leo Caprile hatte schon 2023 öffentlich über die Nähe zu seinem Vater gesprochen. In einer Fernsehsendung sagte er, er habe die tägliche Betreuung übernommen, nachdem die Familie eine Entscheidung treffen musste. Er beschrieb seinen Vater als sehr intelligenten älteren Menschen, der anfangs dünn und schlecht gelaunt gewesen sei, und sagte, ihre Beziehung habe sich in den vergangenen Jahren neu belebt. Diese persönlichen Worte geben dem Abschied nun ein zweites Gewicht: Es geht nicht nur um den Tod eines bekannten Radiomanns, sondern auch um das Ende einer späten Versöhnung.
Caprile Vials Name war vor allem mit der chilenischen Radiowelt verbunden, besonders mit Radio Minería. Dass sein Sohn den Tod über Instagram mit mehr als 85.000 Followern öffentlich machte, zeigt zugleich, wie sehr private Trauer und öffentliche Erinnerung heute ineinandergreifen. Wer in diesen Tagen von Radio-Kultur spricht, kommt an Figuren wie ihm nicht vorbei; auch andere aktuelle Fälle, etwa die Entschuldigung von Radio Caroline nach einer Falschmeldung über Karl III. oder Auszeichnungen für Podcasts bei den Radio Awards 2026, zeigen, wie eng das Medium noch immer beobachtet wird.
Mit der Aufbahrung am Freitag und der Beisetzung am Samstag steht nun der formelle Abschied fest. Für die Familie bleibt vor allem die Erinnerung an einen Vater, Großvater und Urgroßvater, den Leo Caprile zuletzt nicht mehr als ferne Größe, sondern als Teil des eigenen Alltags beschrieben hatte.
