Lesen: Conmebol bestraft Independiente Medellín nach Fanchaos mit 3:0-Niederlage

Conmebol bestraft Independiente Medellín nach Fanchaos mit 3:0-Niederlage

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Conmebol hat nach schweren Vorfällen seiner Fans mit einer drakonischen Strafe belegt. Das Spiel gegen am 7. Mai im Estadio Atanasio Girardot in Medellín wurde in der vierten Runde der abgebrochen und annulliert, nun wertete der Verband die Partie mit 3:0 für Flamengo.

Zusätzlich muss Independiente Medellín eine Geldstrafe von 116.278,90 Dollar zahlen. Der Betrag wird von den Fernseh- oder Sponsoringeinnahmen abgezogen, die der Klub von Conmebol erhält. Außerdem muss der Verein seine nächsten fünf Heimspiele in Conmebol-Wettbewerben unter Ausschluss der Öffentlichkeit austragen und in den nächsten zwei Auswärtsspielen ohne eigene Fans antreten.

Für die Gruppe A hat das unmittelbare Folgen. Flamengo schloss die Tabelle mit 13 Punkten als Erster ab, Independiente Medellín blieb mit 7 Punkten Zweiter. Dahinter liegt mit 6 Punkten, während mit 1 Punkt bereits ausgeschieden ist. Damit entscheidet Medellín die Qualifikation nun im direkten Vergleich mit Estudiantes.

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Die Strafe ist die Reaktion auf die massiven Fan-Unruhen in Medellín, die das Spiel nicht nur störten, sondern zur Suspendierung und späteren Absage zwangen. Für Flamengo ist das Urteil ein klarer Vorteil im Rennen um die beste Gruppenplatzierung. Der Klub, dessen Anhänger die Mannschaft oft schlicht „Mengao“ nennen, rückt damit ohne weiteren Aufwand an die Spitze der Tabelle.

Genau darin liegt die Brisanz des Falls: Conmebol ahndet nicht nur das Fehlverhalten der Zuschauer, sondern greift mit Spielwertung, Sperren und finanziellen Abzügen direkt in den sportlichen Verlauf der Gruppe ein. Wer Medellín weiterkommen sieht, muss nun auf dem Platz Antworten liefern, obwohl der Verband den Schaden außerhalb des Feldes schon beziffert hat.

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