Cruzados hat das erste Konzert im Claro Arena für Dienstag, den 15. September 2026 festgelegt. Zum Auftakt des neuen Veranstaltungsorts wird die britische Gruppe Jamiroquai auftreten.
Die Ansetzung kommt in einer Woche, in der Universidad Católica zu Hause auf Barcelona aus Ecuador in der Copa Libertadores trifft. Ein Sieg würde die Mannschaft ins Achtelfinale bringen, danach stünde ein Auswärtsspiel bei Boca Juniors an. Beide Teams gehen als Tabellenführer ihrer Gruppe in das Duell.
Der Termindruck wird besonders sichtbar, weil für die Woche ab Mittwoch, dem 16. September 2026, die Rückspiele der Viertelfinals in der Copa Libertadores und der Copa Sudamericana angesetzt sind. Genau dort beginnt für Universidad Católica das eigentliche Problem mit dem neuen Stadion: Claro Arena erfüllt die Vorgaben, um kontinentale Spiele bis einschließlich des Viertelfinals auszutragen, doch falls die Mannschaft die Runde erreicht und ein Rückspiel zu Hause bestreiten muss, könnte sie den neuen Austragungsort nicht nutzen. Für die Vorphase sind mindestens 7.500 Zuschauer vorgeschrieben, für die Gruppenphase 10.000, für Achtel- und Viertelfinale 20.000 und für das Halbfinale 30.000. Das Endspiel wird derzeit in einem einzigen Stadion ausgetragen, das jeweils vor Beginn der Copa Libertadores oder der Copa Sudamericana ausgewählt wird.
Die Lage ist deshalb so heikel, weil das Heimspiel gegen Barcelona noch nicht nur über das Weiterkommen entscheidet, sondern auch den Kalender danach ordnet. Universidad Católica kann mit einem Erfolg die nächste Runde erreichen und sich zugleich noch für die Copa Sudamericana als Trostpreis qualifizieren. Die Frage nach dem Claro Arena stellt sich aber erst dann wirklich, wenn das Team bis ins Viertelfinale kommt und die K.-o.-Runde zu Hause abschließen müsste. Für den Moment verbindet sich der sportliche Auftrag mit einem ganz praktischen Befund: Das neue Stadion ist bereit für große Nächte, aber nicht für jede.
Tiago Nunes fasste das Erreichte knapp zusammen: „Hicimos lo que teníamos que hacer“. Für Católica ist das ein passender Satz für eine Woche, in der ein Heimspiel gegen Barcelona aus Ecuador nicht nur die Tabelle, sondern auch die nächsten Monate im Wettbewerb prägen kann.

