Mit Blick auf die Kommunalwahl hat die CNA di Ascoli Piceno die drei Bürgermeisterkandidaten für San Benedetto in ihrem Konferenzraum in San Benedetto empfangen. Maria Elisa D’Andrea, Giorgio Fede und Nicola Mozzoni erhielten dabei ein Dokument mit den Themen, Prioritäten und Vorschlägen des Verbands für die nächste Stadtverwaltung.
Arianna Trillini und Francesco Balloni übergaben das Papier im Rahmen der Gespräche und machten damit deutlich, worauf die Branche in den kommenden Jahren pocht. Trillini sagte, das Manifest solle die „echten Prioritäten“ der Unternehmen und des produktiven Gefüges von San Benedetto ins Zentrum rücken. Balloni und Trillini erklärten zudem, sie schätzten das konstruktive Klima der Treffen.
Der Zeitpunkt ist heikel. CNA rechnet für San Benedetto mit einem wichtigen Weg hin zu mehr Tourismus und mehr Geschäftstätigkeit, und genau daran knüpft der Verband seine Forderungen. Im Mittelpunkt steht die Infrastruktur. Ohne Fortschritte, so die Botschaft, wird das erwartete Wachstum schwer zu tragen sein.
Besonders drängt CNA auf konkrete Schritte für die dritte Spur der A14. Dazu kommt die Forderung nach einem stärkeren Hochgeschwindigkeitsangebot entlang des Adriakorridors, nach besserem Stadtverkehr und nach mehr Parkplätzen. Der Hafen wird von dem Verband als Entwicklungsmotor beschrieben. Gemeinsam mit großen nautischen und maritimen Unternehmen aus der Gegend stellte CNA ein Projekt zur Neugestaltung eines Docks vor, das Bootsbau, Schiffbau und den Tourismus der Stadt stärken soll.
Auch beim Tourismus will CNA die Abhängigkeit von der Saison durchbrechen. Statt eines kurzen Sommergeschäfts soll ein integriertes Angebot entstehen, das Meer, Kultur, Handwerk, Handel sowie Essen und Wein verbindet. Dazu verlangt der Verband hochwertige Veranstaltungen und Schutz für die Betreiber vor Spekulationen. Mehr Unterstützung wünscht er sich außerdem für das PalaRiviera und mehr Aufmerksamkeit für Sportarten, die auf dem Meer ausgeübt werden.
Neben den großen Bau- und Standortfragen rückt CNA auch den Verwaltungsalltag in den Vordergrund. Gefordert werden weniger Bürokratie, verlässlichere Genehmigungs- und Verwaltungszeiten sowie Änderungen bei den lokalen Abgaben. Genannt werden vor allem eine Überprüfung von IMU und TARI zugunsten von Klein- und Kleinstunternehmen. Hinzu kommen die Wiederbelebung des städtischen Handels, die Aufwertung des Zentrums und die Förderung lokaler Handwerkskunst und von Made in Italy-Produkten.
Der Verband verweist auch auf ein Problem, das viele Betriebe bereits spüren: Immer schwerer lassen sich qualifizierte Arbeitskräfte finden. CNA fordert deshalb mehr Ausbildung, Orientierung und einen geregelten Generationswechsel. Die Antwort auf dieses Defizit, so der Verband, beginnt nicht erst auf dem Arbeitsmarkt, sondern schon bei der Vorbereitung junger Menschen auf die Berufe vor Ort.
Am Ende steht ein klarer Appell an die künftige Regierung der Stadt: ein dauerhafter Tisch zwischen Verwaltung und Unternehmen. CNA will nach eigenen Angaben weiter per Dialog mit der Stadtverwaltung dazu beitragen, eine Gemeinschaft aufzubauen, die sowohl die Bedürfnisse der Familien als auch die der Betriebe berücksichtigt. Für die Kandidaten ist die Botschaft unmissverständlich: San Benedetto soll wachsen, aber nur, wenn die Infrastruktur mitzieht und die Wirtschaft nicht auf Versprechen warten muss.
