Lesen: Heizöl fast doppelt so teuer wie zu Jahresbeginn – Preise ziehen weiter an

Heizöl fast doppelt so teuer wie zu Jahresbeginn – Preise ziehen weiter an

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Der Heizölpreis in Deutschland ist seit Jahresbeginn fast verdoppelt worden. Am 15. Mai kosteten 100 Liter bundesweit 136,90 Euro, nach 131,70 Euro vor einer Woche und nur 91,20 Euro am 8. Januar.

Die Zahlen beziehen sich auf bundesweite Brutto-Durchschnittswerte bei einer Bestellmenge von 3.000 Litern Heizöl in Standardqualität. Nach Angaben des Heizölpreisportals lag der Durchschnittspreis im gesamten Jahr 2025 bei 96,10 Euro je 100 Liter; im zweiten Quartal 2026 waren es im Schnitt bereits 143,30 Euro je 100 Liter.

Auslöser der Bewegung ist vor allem die Lage in Nahost. Seit der Eskalation dort, dem Beginn des Iran-Kriegs und der Blockade in der Straße von Hormus ist der Preis über die 130-Euro-Marke gestiegen. Zugleich ist das wichtigste Ölexportterminal des Iran auf der Insel Kharg seit diesem Monat außer Betrieb, und Berichte sprechen von beschädigter, blockierter oder stark eingeschränkter Infrastruktur.

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Für Verbraucher verschärft das die Situation gerade in einer Phase, in der die Heizsaison vorbei ist und viele Tanks geleert sind. Im Frühsommer fallen die Preise normalerweise auf ein besonders niedriges Niveau und oft auf den Jahrestiefstwert, doch dieses Muster hat sich in diesem Jahr nicht gehalten. Die wiederholte Auffüllung wird durch die heftigen Schwankungen erschwert.

Fachleute raten deshalb dazu, den Preis idealerweise täglich im Blick zu behalten und bei einem plötzlichen Sturz keine Panikkäufe zu tätigen. Empfohlen werden außerdem regionale Lieferanten, um die Lieferkosten möglichst gering zu halten. Wie stark sich der Markt weiter bewegt, hängt vor allem davon ab, ob sich die Lage im entspannt oder ob die Störungen im Ölfluss andauern. Nach den vorliegenden Daten könnte bei einem Ende des Konflikts ein größerer Teil des Handels wieder über die Straße von Hormus laufen, darunter bis zu 20 Prozent der weltweit gehandelten Ölmenge.

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