VfB-Stuttgart-Boss Alexander Wehrle hat die Wechselgerüchte um Angelo Stiller gedämpft und dem 25 Jahre alten Mittelfeldspieler eine Zukunft beim Klub gewünscht. Er sagte, er wünsche sich, dass Stiller noch lange beim VfB spielt, und sehe aktuell keine Anzeichen, dass der Nationalspieler nächstes Jahr nicht mehr in Stuttgart sein sollte.
Damit reagierte Wehrle auf eine Phase, in der Stiller seit Wochen und Monaten mit einem Abgang in Verbindung gebracht wird. Real Madrid, Manchester United, FC Liverpool und Juventus Turin sollen Interesse am Mittelfeldmann haben, dessen Vertrag in Stuttgart bis zum Sommer 2028 läuft. Nach einem Bericht könnte eine Ausstiegsklausel einen Wechsel für rund 36,5 Millionen Euro möglich machen, während Sport Bild schrieb, Stuttgart könne die Klausel für zwei Millionen Euro auskaufen. Gleichzeitig soll der Klub auf eine Ablöse von mindestens 50 Millionen Euro zielen.
Für Stuttgart ist die Lage deshalb heikel, weil der Verein Stiller im Sommer 2027 verkaufen müsste, wenn er einen ablösefreien Abgang ein Jahr später vermeiden will. Genau diese Frist macht jede neue Gerüchtewelle wirtschaftlich brisanter. Wehrles Worte wirken deshalb wie ein öffentlicher Versuch, Ruhe in eine Personalie zu bringen, die längst über den sportlichen Wert hinausgewachsen ist.
Der Hintergrund ist bekannt: Mehrere Topklubs beobachten Stiller, und die Aussicht auf die Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko dürfte seinen Marktwert eher noch steigern. Bundestrainer Julian Nagelsmann soll den Mittelfeldspieler für den deutschen Kader einplanen. Für Stuttgart bleibt damit ein schmaler Grat zwischen sportlichem Anspruch, Vertragslogik und der Frage, wie lange sich ein so begehrter Spieler überhaupt halten lässt.
Wehrles Botschaft ist klar, doch der Zeitplan im Hintergrund ist es ebenso: Je stärker Stiller in den kommenden Monaten performt, desto teurer wird jede Lösung für den VfB. Und je näher 2027 rückt, desto weniger Spielraum bleibt dem Klub, wenn er nicht am Ende zusehen will, wie einer seiner wertvollsten Profis ohne Ablöse geht.

