Emiliano Martínez setzt bei Aston Villa wieder auf das, was ihn schon mit Argentinien zu Titeln getragen hat: Präsenz, Ruhe und das kalkulierte Bild vor dem Anpfiff. Der argentinische Torwart von Aston Villa sitzt bei den vorgeschriebenen Pressekonferenzen vor wichtigen Spielen oft neben Trainer Unai Emery — eine Position, die längst zu seinem Stil gehört.
Martínez, 33 Jahre alt, hat diese Art der Vorbereitung schon in seinen erfolgreichsten Phasen mit der Nationalmannschaft gezeigt. Argentinien gewann 2021 die Copa América, 2022 das WM-Finale gegen Frankreich und 2024 erneut die Copa América. In allen drei Fällen war Martínez mehr als nur der Mann zwischen den Pfosten; er war Teil einer Mannschaft, die auch mental auf den großen Moment getrimmt war.
Für Aston Villa ist das kein Zufall, sondern Teil eines Profils, das der Klub bewusst an sich bindet. Martínez steht bis 2029 unter Vertrag, obwohl in der Vergangenheit mehrfach Topklubs versucht haben, ihn aus Villa Park loszueisen. Dass er nach der Qualifikation für die Champions League im Trainingslager mit seiner Tochter beim Frühstück auftauchte, passte ins Bild eines Spielers, der seine Rolle öffentlich lebt und den emotionalen Rahmen großer Spiele nicht dem Zufall überlässt.
Genau darin liegt die eigentliche Geschichte: Martínez ist nicht nur wegen seiner Paraden ein Faktor, sondern weil er Aufmerksamkeit als Bestandteil seiner Vorbereitung nutzt. Emery kann auf einen Torwart bauen, der die Bühne nicht meidet, sondern in sein Spiel einrechnet — und der Aston Villa damit vor einem weiteren großen Abend Stabilität geben soll.

