Lesen: John Mcginn und Aston Villa: Vom Fehlstart zur großen Wende

John Mcginn und Aston Villa: Vom Fehlstart zur großen Wende

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sagte im September, er hätte gelacht, wenn ihm jemand erzählt hätte, werde in die Champions League zurückkehren und ein Europa-League-Finale spielen. Heute klingt dieser Satz eher wie eine Wegmarke als wie eine flapsige Bemerkung. Denn Villa verwandelte einen Saisonstart, der fast völlig aus dem Ruder lief, in eine Phase, die den Klub bis an die Spitze der Tabelle führte.

Die ersten fünf Ligaspiele brachten nur ein Tor und keinen Sieg. Villa verlor gegen und Palace, holte gegen und Sunderland nur zwei Punkte und stand nach fünf Partien bereits in der Abstiegszone. rief die Spieler in dieser Phase zu einem Treffen zusammen, als der Druck auf die Mannschaft wuchs. Für jeden im Klub war klar, dass der Start mehr als nur holprig war.

Dann kam Bologna. Vor dem Spiel sagte Konsa in einer Pressekonferenz: Er glaube voll an diese Mannschaft, und sobald es klicke, werde sie abheben. Villa gewann gegen Bologna, und Konsa sagte danach, alles, was er zuvor gesagt hatte, sei tatsächlich eingetreten. Diese Szene war mehr als nur ein zufriedenes Nachspiel. Sie zeigte, dass die Mannschaft den Umschwung nicht nur erlebte, sondern schon vorher gespürt hatte.

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Was daraus wurde, war ein Lauf, den man nicht einfach wegwischen kann. Einige Monate später stand Villa bei 11 Siegen in Folge. Konsa sagte, das Team habe Spiel für Spiel an Selbstvertrauen gewonnen. Gegen Ende Dezember schaute er dann auf seinem Handy auf die Premier-League-Tabelle und sah: Arsenal mit 42 Punkten, Manchester City mit 40 und Aston Villa mit 39. Es war der Moment, in dem aus einer Aufholjagd ein realistischer Angriff auf die Spitze wurde. In derselben Phase erinnerte er daran, wie nah Villa in der Vorsaison am Champions-League-Platz vorbeigeschrammt war, nachdem Morgans Tor an Old Trafford aberkannt worden war.

Dass Villa im Sommer nicht so nachrüsten konnte, wie Emery es wollte, macht die Entwicklung noch bemerkenswerter. Der Klub musste sich mit dem vorhandenen Kader neu sortieren, statt sich über Transfers zu verstärken. Für einen Moment schien genau das den Fehlstart zu erklären. Doch die Antwort kam nicht auf dem Markt, sondern auf dem Platz: durch Stabilität, Vertrauen und eine Mannschaft, die sich Schritt für Schritt festigte.

Für ist diese Geschichte auch deshalb relevant, weil sie zeigt, wie eng Villas Gegenwart mit den Fragen des Sommers verbunden bleibt. Ein Klub, der so hoch hinaus will, lebt nicht nur von Erfolgen, sondern auch von der Frage, wer bleibt und wer geht. Dass über einen möglichen Ausweg für McGinn bereits spekuliert wird, unterstreicht nur, wie empfindlich dieses Gleichgewicht bleibt. Was Aston Villa aus dem Absturz der ersten Wochen gezogen hat, war Mut. Die Frage ist nun, ob dieser Mut groß genug bleibt, wenn der nächste Kaderumbau ansteht.

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