Lesen: Emiliano Martínez begleitet Emery vor dem Europa-League-Finale gegen Fribourg

Emiliano Martínez begleitet Emery vor dem Europa-League-Finale gegen Fribourg

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Emiliano Martínez sitzt nicht einfach irgendwo vor einem Finale. Dibu Martínez, von vielen längst als bester Torwart der Welt bezeichnet, wollte vor dem Europa-League-Finale gegen Fribourg unbedingt mit in den Presseraum im Stadion von Besiktas. Der langjährige Aston-Villa-Profi ließ sich damit genau dort sehen, wo vor einem solchen Spiel jede Geste zählt: an der Seite seines Trainers, kurz bevor der Druck eines Endspiels beginnt.

Dass Martínez ausgerechnet vor diesem Termin mit Emery auftritt, passt zum Bild eines Spielers, der bei seit Jahren als feste Größe gilt. Er kehrt mit dem Klub in ein Finale zurück, und er tut das nicht als Randfigur, sondern als einer, der die Stimmung im Umfeld mitprägt. Emery fasste den Tag später als normal und kontrolliert zusammen. Man habe die jüngsten Partien genau analysiert, den Plan für das Spiel gegen den Gegner vorbereitet und sei konzentriert, sagte er. Die Fans hätten die Mannschaft die ganze Saison begleitet, und Tage wie dieser seien für sie gemacht.

Die Szene bekommt zusätzliches Gewicht, weil Martínez seine Präsenz bei solchen Terminen offenbar nicht dem Zufall überlässt. Vor dem Finale begleitet er seinen Trainer traditionell zu den offiziellen Pressekonferenzen, und auch diesmal bat er darum, im Presseraum des Besiktas-Stadions dabei zu sein. Für Aston Villa ist das mehr als eine nette Randnotiz. Es zeigt, wie bewusst der Klub seine Führungsfiguren in den Vordergrund rückt, wenn die Bühne groß wird und jede Aussage auf die Goldwaage gelegt wird.

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Auf dem Platz geht es für Villa um mehr als nur um einen einzelnen Abend. erinnerte daran, dass Favoritenstatus im Fußball schnell wertlos wird. Er verwies auf den Weg bis ins Finale und auf das, was die Mannschaft vorher erledigt hat: starke Gegner wie Lille, Bolonia und Nottingham Forest wurden ausgeschaltet. „Am Ende nützt das Favoritenschild nichts“, sagte Torres sinngemäß. Villa sei mit einer 50-prozentigen Chance für beide Teams ins Endspiel gegangen und wolle mit der klaren Mentalität antreten, es zu gewinnen.

Genau darin liegt die Spannung dieses Finals: Aston Villa reist nicht als Außenseiter an, aber auch nicht mit der Sicherheit eines Favoriten, der sich nur noch durchsetzen muss. Emery verlangt Konzentration, Martínez bringt die Aura eines Spielers mit, der in solchen Momenten den Ton mitsetzt. Und weil das Halbfinal- und Finalumfeld im Europapokal keine Fehler verzeiht, wird am Ende weniger die Inszenierung zählen als die Frage, ob Villas erfahrenste Figuren den Anspruch auch auf dem Platz erfüllen. Wer Martínez schon jetzt als Schlüsselfigur liest, schaut womöglich auch auf eine andere Spur: soll einen Wechsel von Emiliano Martínez prüfen, während bei über einen Abschied gesprochen wird.

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