Ein Erdbeben der Stärke 5,9 hat am Mittwoch kurz vor Mittag die südlichen Inseln der Präfektur Kagoshima erschüttert. Das Beben wurde vor der Küste von Yoron Island registriert, in der Stadt Yoron um 11:46 Uhr mit einer seismischen Intensität von oberem 5 auf Japans Shindo-Skala.
Die Erschütterung ging aus einer Tiefe von 50 Kilometern aus. Die Meteorological Agency erklärte, es bestehe keine Tsunami-Gefahr. Die Polizei in Yoron teilte mit, dass es bislang keine Berichte über Schäden durch das Beben gebe.
Die stärksten Auswirkungen trafen die Inseln ungleich. In der Stadt China wurde eine schwache 5 gemessen, in Amagi und Wadomari lag die Intensität bei 4. Auf Amami Oshima und der Hauptinsel Okinawa war noch Shindo 3 zu spüren. Die Behörde rief die Bewohner auf, für bis zu einer Woche besonders wachsam zu bleiben, vor allem in den nächsten zwei bis drei Tagen.
Die Warnung ist mehr als Routine. Wo die Erschütterung besonders stark war, habe sich das Risiko für Steinschlag und Erdrutsche erhöht, sagte die Behörde, und die Menschen sollten bei Regen aufmerksam bleiben. Nach ihren Angaben treten Erdbeben ähnlicher Größenordnung nach größeren Beben in rund 10 bis 20 Prozent der Fälle auf. Das macht die Stunden und Tage nach dem Beben entscheidend.
Für Kagoshima ist es das erste Beben mit starker 5 seit Juli vergangenen Jahres. Damals hatte ein Beben der Stärke 5,5 vor der Küste der Tokara-Inseln die Region getroffen. Auch wenn diesmal zunächst keine Schäden gemeldet wurden, bleibt für die Bewohner vor allem die nächste Woche eine Phase, in der ein weiterer starker Erdstoß nicht ausgeschlossen ist.

