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Der Aktionär: UBS hebt ASML-Ziel auf 1.900 Euro an

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UBS hat das Kursziel für heute von 1.600 auf 1.900 Euro angehoben und die Kaufempfehlung für den niederländischen Ausrüster der Chipindustrie bestätigt. bezeichnete ASML als seinen „Top Pick“.

Die neue Einschätzung kommt an einem Tag, an dem nach US-Börsenschluss seine Quartalszahlen vorlegen soll. Für Anleger rückt damit gleich doppelt die Halbleiterkette in den Fokus, und ASML profitiert weiter von der Erwartung, dass der KI-Boom die Nachfrage nach modernster Fertigungstechnik stützt.

ASML gilt als führender Hersteller moderner Lithographiesysteme für die Halbleiterproduktion und nimmt in diesem Markt eine Sonderstellung ein. Nach Darstellung aus dem Markt ist das Unternehmen der einzige Anbieter und verfügt damit über eine faktische Monopolposition mit entsprechender Preissetzungsmacht. Genau diese Stellung macht den Titel seit Wochen zum Ziel mehrerer angehobener Kursziele; auch der deutsche Börsendienst der Aktionär hält an seinem eigenen Kursziel von 1.500 Euro fest.

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Technologisch setzt ASML mit High-NA-EUV auf dieselbe EUV-Wellenlänge wie bisher, hebt aber die numerische Apertur von 0,33 auf 0,55 an. Das ermöglicht eine höhere Auflösung und feinere Strukturen in einem einzigen Belichtungsschritt. plant nach den vorliegenden Angaben derzeit nicht, diese neuen High-NA-EUV-Systeme einzusetzen, sondern will vorerst bei der bestehenden EUV-Technik bleiben.

Gerade darin liegt der Bruch zwischen der optimistischen Neubewertung und der Realität im Markt: Während UBS und andere Analysten ASML wegen seiner starken Position in der fortgeschrittenen Lithografie und der KI-getriebenen Nachfrage höher ansetzen, sorgen engere Exportkontrollen bei kritischen Chipmaschinen zugleich für Unsicherheit. Für ASML bleibt damit die entscheidende Frage, wie schnell die neue High-NA-Technik außerhalb der Theorie in echte Aufträge übersetzt wird.

Für den Moment aber ist das Signal eindeutig. UBS traut ASML deutlich mehr zu als bisher, und mit dem nächsten Zahlenwerk von Nvidia später am Tag dürfte sich zeigen, ob der jüngste Optimismus für die gesamte Chip-Wertschöpfungskette trägt oder ob der Markt nach dem Kursrallye-Tempo erst einmal Luft holt.

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