Lesen: Vizepräsident Vance weist Kritik an Truppenabbau in Europa scharf zurück

Vizepräsident Vance weist Kritik an Truppenabbau in Europa scharf zurück

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US-Vizepräsident hat die Kritik an den Plänen zur Verringerung der amerikanischen Truppenpräsenz in Europa scharf zurückgewiesen. Bei einer Unterrichtung im sagte er, Europa müsse mehr Verantwortung für seine eigene Sicherheit übernehmen und es sei falsch, von einem großangelegten Rückzug der USA zu sprechen.

Vance sagte, er habe sein ganzes Leben lang aus europäischen Medien ständig Beschwerden über alles gehört, was in den USA falsch laufe. Wer den Präsidenten der Vereinigten Staaten angreifen wolle, müsse sich erst einmal im Spiegel betrachten, sagte er. Die Debatte drehte sich zugleich um die geplante Verlegung von rund 4.000 Soldaten nach Polen, die nach früheren Berichten für einen Einsatz von neun Monaten vorgesehen waren. Vance stellte dies jedoch als bloße „standardmäßige Verzögerung bei einer Rotation“ dar und nannte die Angelegenheit eine „sehr kleine und sehr geringfügige Sache“.

Der Streit fällt in eine Phase, in der das die Zahl der US-Kampfbrigaden in Europa von vier auf drei senken will. Damit würde die Präsenz wieder auf das Niveau von 2021 zurückgeführt, wie das Verteidigungsministerium mitteilte. Ein Sprecher des Pentagons, , bezeichnete Polen als „vorbildlicher Verbündeter“ der Vereinigten Staaten. Zugleich erklärte das Ministerium, weitere Stationierungspläne würden von einer umfassenden Überprüfung der amerikanischen Kräfte in Europa abhängen.

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Gerade in Warschau sorgte die Entscheidung für Irritation. Das überrascht kaum: Polen zählt zu den -Staaten mit besonders hohen Verteidigungsausgaben gemessen an der Wirtschaftsleistung und gilt in Washington traditionell als enger Partner. Dass ausgerechnet dort nun Unruhe entsteht, zeigt, wie sensibel die Kürzung der US-Präsenz selbst bei einem Land ist, das seit Jahren zu den verlässlichsten Unterstützern der amerikanischen Sicherheitsstrategie in Europa gehört.

Für die europäischen Verbündeten ist die Botschaft klarer geworden als jede diplomatische Formel: Washington will die Last sichtbarer teilen, und die nächste Phase der Stationierung hängt nicht mehr nur von Zusagen, sondern von der laufenden Neubewertung der eigenen Militärplanung ab. In Warschau dürfte deshalb weniger die Frage im Vordergrund stehen, ob die 4.000 Soldaten kommen, als wann und in welcher Form die USA ihre Präsenz in Europa künftig ordnen werden.

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