Lennart Karl soll im WM-Kader Deutschlands stehen. Nach einem Bericht von Sky Germany hat Bundestrainer Julian Nagelsmann dem 18-Jährigen mitgeteilt, dass er für das Turnier in den Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko eingeplant ist.
Für Karl wäre es der nächste große Schritt in einer Saison, in der der Bayern-München-Wunderknabe längst aus dem Schatten herausgetreten ist. Der Offensivspieler kam in 39 Partien in allen Wettbewerben auf neun Tore und acht Vorlagen und hat sich damit bei FC Bayern als eine der auffälligeren Personalien der Spielzeit empfohlen.
Die Berufung passt zu einem Aufwärtstrend, der nicht erst seit wenigen Wochen sichtbar ist. Im März feierte Karl sein Debüt in der A-Nationalmannschaft und kam dabei gegen die Schweiz und Ghana zum Einsatz. Seitdem hat er im Klub weiter an Gewicht gewonnen, mit mehr Abschlüssen, mehr Entscheidungen im letzten Drittel und der Konstanz, die von jungen Spielern auf diesem Niveau selten über Monate kommt.
Dass Nagelsmann ausgerechnet jetzt den Kontakt gesucht und Karl persönlich informiert haben soll, unterstreicht, wie ernst die Planungen für das Turnier laufen. Der Zeitpunkt ist auch deshalb bedeutsam, weil der Kader für ein Weltturnier in Nordamerika nicht nur aus etablierten Namen, sondern auch aus Spielern bestehen muss, die über Tempo, Frische und Unberechenbarkeit verfügen. Karl bringt genau dieses Profil mit, auch wenn er erst 18 Jahre alt ist.
Gleichzeitig bleibt ein Rest Unsicherheit, weil die Mitteilung zunächst auf einem Bericht beruht und der Weg bis zum ersten Anpfiff noch offen ist. Für Karl ändert das aber wenig an der Botschaft: Wer nach einer Durchbruchssaison bei FC Bayern schon im März im Nationalteam auftaucht und nun für die WM im Gespräch ist, hat sich in kürzester Zeit vom Talent zur echten Option für die Auswahl entwickelt. Die eigentliche Prüfung beginnt erst dann, wenn Deutschland seinen Turnierkader endgültig zusammenstellt und Karl dort tatsächlich einen Platz erhält.

