Uwe Herrmann hat nach einem kleinen Knubbel am Arm erst Entwarnung bekommen, dann aber die Diagnose Merkelzellkarzinom erhalten. Der Dresdner Brautmoden-Unternehmer und TV-Teilnehmer machte seine Krebserkrankung jetzt öffentlich und schilderte, wie schnell aus einem zunächst harmlos wirkenden Befund ein schwerer Eingriff wurde.
Ende Februar war Herrmann bei einem Dermatologen, nachdem er die Stelle an seinem Arm bemerkt hatte. Zunächst vermutete der Arzt einen harmlosen Talgknoten und nahm vorsorglich eine Gewebeprobe. Wenige Tage später folgte der Anruf mit der Nachricht, dass es sich um ein Merkelzellkarzinom handele, eine seltene und hochaggressive Form von Hautkrebs. Für Herrmann, 63, war das ein Schock. Er sagte, er habe schon die ganze Zeit ein komisches Gefühl gehabt. „Dann rief er mich schließlich an und sagte, dass ich ein Merkelzellkarzinom habe“, schilderte er den Moment.
Vier Tage nach der Diagnose wurde Herrmann im Städtischen Klinikum Dresden operiert. Danach folgte ein weiterer stundenlanger Eingriff mit Hauttransplantation. Bei der Operation wurden der Tumor und mehrere Lymphknoten entfernt; einer der entnommenen Lymphknoten war bereits von Metastasen befallen. Eine Amputation des Arms stand zwischenzeitlich im Raum, wurde aber nicht durchgeführt. Dass der Krebs schon gestreut hatte, machte den Eingriff deutlich ernster als zunächst gehofft.
Herrmann, bekannt aus der Vox-Doku-Serie „Zwischen Tüll und Tränen“, sprach erst öffentlich über die Erkrankung, nachdem er ein Foto aus dem Krankenhausbett bei Instagram gepostet hatte. Dort bedankte er sich bei seinen Fans für Zuspruch und gute Wünsche und kündigte für Freitag eine Sondersendung seiner Show an. Außerdem sagte er, dass er auch in der MDR-Talkshow „Riverboat“ über das Geschehen sprechen werde. In einer Story schrieb er: „Manchmal muss man auch die unangenehmen Dinge ansprechen.“
Der Unternehmer berichtete auch von der Zeit im Krankenhaus. Selbst dort habe er neue Brautkleider entworfen. Besonders wichtig sei ihm in der schwierigen Phase sein Sohn Philipp gewesen. Herrmann sagte, die beiden hätten sich früher zur Begrüßung bei der Arbeit abgeklatscht; seit seiner Diagnose umarmten sie sich jedes Mal lange. „Es macht nachdenklich, wenn sowas passiert“, sagte er über die Erkrankung. Für den 63-Jährigen ist die Diagnose damit nicht nur ein medizinischer Einschnitt, sondern auch ein persönlicher Wendepunkt, den er nun vor Publikum weiter einordnet.

